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Die Praxeologie nach Ludwig von Mises sagt wirtschaftliches Handeln voraus

Georg Steiner
| 2 minuten Lesezeit

Der Ökonom Ludwig von Mises verstand die Ökonomie als einen Bestandteil der sogenannten Praxeologie. Darunter versteht man die Logik des menschlichen Handelns.

Waren kaufen am Markt

Die Österreichische Schule für Nationalökonomie gilt in der Welt der Kryptowährungen als vorausschauend und entscheidend. Nicht umsonst haben ihre wichtigsten Vertreter wie Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek jenen Finanzkrisen, die das System seit Jahrzehnten plagen, schon vor langer Zeit vorausgesagt. Ihre Theorien finden sich nicht nur in der ersten Kryptowährung der Welt, Bitcoin, wieder, sondern auch in zahlreichen seiner Nachfolger, wie 99 Bitcoins.

Die Politik will davon nichts hören


Doch ihre treffenden Analysen würden Maßnahmen erfordern, die im Gegensatz zu den Zielen der politisch Verantwortlichen stehen. Vollständige marktwirtschaftliche Freiheit ist in Zeiten des Kollektivismus nicht gefragt, daher sind die Lehren der „Österreicher“ in Vergessenheit geraten. Die einzige Ausnahme stellt aktuell der neue Präsident Argentiniens, Javier Milei, dar, der sich explizit auf die Österreichische Schule für Nationalökonomie beruft.

Dabei hat gerade ihr wichtigster Vertreter, Ludwig von Mises, schon vor vielen Jahrzehnten erkannt und beschrieben, dass wirtschaftliches Handeln der Logik menschlichen Handelns unterliegt und damit vorhersagbar ist.

Logik statt Experimente


Diese nennt man auch Praxeologie. Es handelt sich um eine sogenannte deduktive Wissenschaft, genau wie die Mathematik. Bei dieser Form von Wissenschaft werden allgemeine Prinzipien dazu genutzt, um logische Schlussfolgerungen daraus abzuleiten. Ludwig von Mises sah im wirtschaftlichen Handeln nichts anders als Logik und konnte dies bis ins letzte Detail begründen. Seine ökonomischen Erkenntnisse wurden durch die Kraft der Logik gewonnen.

Er bezeichnete das menschliche Handeln als von Zielen geleitet. Dabei strebt er eine Verbesserung seiner aktuellen Situation an. Mit rationalen Mitteln verfolgt der Mensch dieses Ziel, wobei er ständig abwägt, welches Mittel am effektivsten zur Zielerreichung wäre.

Wirtschaft beginnt beim Individuum

Kein Wunder also, dass die „Österreicher“ das Individuum als Ausgangspunkt für jede wirtschaftliche Analyse betrachten. Wirtschaftliche Phänomene sehen sie als Resultat individueller Handlungen und Entscheidungen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Zeitpräferenz. Menschen unterscheiden sich darin, wann sie Güter besitzen möchten. Der Zeitpunkt kann kurzfristig oder lange in der Zukunft liegen. Diese Wahl beeinflusst in weiterer Folge die Entscheidung, zu sparen oder zu konsumieren. Dies hat wiederum Einfluss auf die Produzenten, die ihre Produktion danach ausrichten.

Kritiker sehen die Theorien als untauglich an


Ludwig von Mises argumentierte, dass die Praxeologie als Grundlage für die Ökonomie angesehen werden muss. Schließlich gelten hier universelle Handlungsgesetze. Die Praxeologie verwendet keine Beobachtungen oder setzt auf Experimente, sondern unterlegt ihre Prognosen mit allgemeingültigen Handlungsoptionen, auf die Menschen zurückgreifen. Sie ist ausschließlich der Logik verpflichtet. Demzufolge folgt die Wirtschaft dem Grundprinzip des menschlichen Handelns.

Das rief und ruft viel Kritik hervor. Die Anhänger der Theorien von John Maynard Keynes argumentieren, dass ökonomische Theorien immer empirisch überprüfbar sein müssen und lehnen die Praxeologie als untauglich ab. Sie sehen darin keine Möglichkeit, experimentelle Ansätze zu verfolgen.