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Deshalb steigen die Bauzinsen trotz Zinswende wieder

Georg Steiner
| 2 minuten Lesezeit

Wer derzeit einen Baukredit beantragt, erlebt ein interessantes Phänomen. Die Zinsen für Kredite steigen wieder an, obwohl die EZB erst in jüngster Vergangenheit eine Zinswende eingeleitet hat.

Mann baut Haus

Diese Senkung der Leitzinsen kam zwar erwartet, kassierte jedoch viel Kritik von Experten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte sich im Vorfeld offenbar „verspekuliert“. Zahlreiche Verantwortungsträger, inklusive der Präsidentin Christine Lagarde, hatten sich in den vergangenen Monaten positiv zu einer bevorstehenden Zinssenkung geäußert.

Zu weit aus dem Fenster gelehnt


Als die entscheidende Sitzung dann näher rückte, zeigte sich, dass die Daten eine Senkung der Leitzinsen eigentlich nicht mehr hergaben. Doch zu diesem Zeitpunkt war das Kind schon in den Brunnen gefallen; ein öffentliches Zurückrudern hätte die Märkte ins Schwanken gebracht.

Daher entschloss man sich bei der EZB, die Zinssenkung durchzuziehen, obwohl die eigenen Prognosen eine verstärkte Inflationsgefahr zeigten. Lediglich der österreichische Vertreter im Rat zeigte Haltung und stimmte als Einziger gegen eine Senkung. Wenig später verzichtete die amerikanische Notenbank darauf nachzuziehen und behielt ihre Leitzinsen auf hohem Niveau.

Das erhöht auch den Druck auf die Kryptobranche. Dort sind alte wie neue Coins wie Sealana auf niedrigere Zinsen angewiesen, um Investoren verstärkt auf sich aufmerksam machen zu können.

Zu früh gefreut


Damit sollten die Bauherren in Europa eigentlich aufatmen können, doch das bewahrheitete sich nicht. Wie so oft sind die Märkte den politischen Entscheidungen weit voraus und haben die Zinssenkung längst in ihren Bauzinsen eingepreist.

Da die Kalkulation in die Zukunft gerichtet ist, steigen die Bauzinsen wieder. Warum das so ist? Ganz einfach, die Banken haben in diesem Jahr mit mehreren Zinssenkungen gerechnet. Doch die Lage gibt diese aus heutiger Sicht nicht her, daher steigen die Bauzinsen wieder.

Berechnungen des Vergleichsportals Check24 zeigten, dass Kreditnehmer derzeit für eine 10-jährige Bindung 3,11 Prozent an Bauzinsen bezahlen müssen. Das ist jedoch mehr als noch zu Beginn des Jahres 2024. Damals bezahlte man 2,93 Prozent an Zinsen. Doch damals rechneten die Banken auch mit bis zu fünf Zinsschritten nach unten.

Die Immobilienpreise steigen wieder

Mittlerweile sind sie vorsichtiger geworden und preisen die mögliche Verzögerung in die Bauzinsen mit ein. Das führt zu der absurden Situation, dass die Bauzinsen wieder gestiegen sind. Doch die Inflation zeigt sich weiterhin hartnäckig; das drückt die Erwartungen an eine schnelle Normalisierung des Leitzinses.

Im Durchschnitt liegen die Bauzinsen derzeit bei 3,51 Prozent, das sind sogar 0,37 Prozent mehr als noch vor einigen Monaten. Doch dabei ist auch zu beachten, dass die Preise für Immobilien zuletzt deutlich gesunken sind. Mittlerweile zeichnet sich am Immobilienmarkt wieder eine leichte Erholung ab.

Die Bauzinsen sind also nicht der einzige Faktor, den es zu berücksichtigen gilt. Sinken diese wieder, werden auch die Preise für Wohnungen und Häuser wieder steigen, weil günstige Kredite den Markt beflügeln.