Interventionsspiralen und ihr Widerspruch zu den Prinzipien eines freien Marktes

Georg Steiner
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Der freie Markt gilt unter Befürwortern einer liberalen Wirtschaftsordnung, als strenger Richter über die Qualität. Hier bestimmen ausschließlich Angebot und Nachfrage die Preise. Doch zumeist müssen die Märkte eine Vielzahl von Interventionen verkraften.

Interventionsspirale am Markt

Diese stammen nicht nur von der Politik, sondern auch von Notenbanken, Unternehmen und weiteren Akteuren. Nehmen diese Interventionen überhand, können sie schnell eine sogenannte Interventionsspirale auslösen. Diese wirkt sich negativ auf die Wirtschaft aus, ein Entkommen erweist sich zumeist als schwierig.

Politiker unter Druck agieren unsachlich


Zumeist geht der erste Schritt von Regierungen aus. Diese kommen, wie in den vergangenen Jahren deutlich sichtbar, durch unvorhergesehene Entwicklungen unter Druck. Angetrieben von ihren Wählern versuchen sie von außen, Marktmechanismen außer Kraft zu setzen und greifen per Gesetz oder Verordnung ein. Das kann auch durch Regulierungen, Steuern oder Subventionen erfolgen.

Am Ende steht eine Marktverzerrung, die Preissignale ignoriert und unvorhergesehene Konsequenzen nach sich zieht. Darunter leidet nicht nur der Wettbewerb, sondern auch die Effizienz des Marktes, der keine politischen Strömungen kennt.

Kryptowährungen wurden einst gegründet, um staatliche Eingriffe in die Währungspolitik zu verhindern. Diesem Prinzip folgen nicht nur etablierte Coins, sondern auch neue wie Smog. Sie verwirklichen jene Vision, die der Ökonom Friedrich August von Hayek einst als Wettbewerb der Währungen formuliert hatte.

Starke Verwerfungen sind die Folge


Angebot und Nachfrage ergeben Preise, diese führen zu einer Selbstregulierung, um das Gleichgewicht herzustellen. Durch Eingriffe von außen kann es zu Verwerfungen kommen.

  • Preisobergrenzen verknappen insbesondere das Angebot, weil die Produzenten keinen Anreiz mehr haben, ihre Waren gewinnträchtig zu verkaufen.
  • Subventionen verzerren den Wettbewerb und bevorzugen einen Teil der Marktteilnehmer.
  • Eine Niedrigzinspolitik der Notenbanken führt dazu, dass Unternehmen, die unter herkömmlichen Bedingungen vom Markt verschwunden wären, weiter bestehen bleiben und ihr Konkurs verschleppt wird.
  • Handelsbeschränkungen und Zölle schützen zwar einheimische Firmen, beeinträchtigen jedoch den Handel und die Konkurrenz und damit in Folge auch die Qualität und die Preise.

Davon abgesehen führen verstärkte staatliche Eingriffe dazu, dass sich jene Unternehmen einen Vorteil verschaffen können, die über die beste Lobbyarbeit verfügen oder zum Mittel der Korruption greifen. Innovation und Effektivität haben das Nachsehen.

Vorsicht ist geboten

Regierungen sind daher gefordert, vorsichtig in Märkte einzugreifen und sich lediglich auf jene Bereiche zu konzentrieren, in denen es zu einem Marktversagen kommt. Wer diesem Prinzip nicht folgt, richtet mehr Schaden an, als er nutzt. Interventionsspiralen führen erfahrungsgemäß zu einer Minderung des Wohlstandes. Sie untergraben das Vertrauen in den freien Markt und schaden damit allen Beteiligten.