04 Sep 2021 · 5 min read

Memo Barutcu aus Deutschland mischt die NFT-Szene auf

NFT gilt seit einigen Monaten als der große Krypto-Hype. Einzelne Projekte sorgten weltweit für Aufmerksamkeit, schließlich bewegten sie enorme Summen. Doch Interessierte müssen gar nicht in die USA blicken, auch in Deutschland hat sich längst ein Künstler in der Szene etabliert

Foto: Twitter/mbarutcu.eth

Memo Barutcu zeigt vor, wie es gehen kann. Der 3D-NFT-Künstler aus Deutschland hatte in der Vergangenheit bereits einige Non-Fungible Token-Projekte ins Rollen gebracht. Doch besonders erfolgreich war er zuletzt mit „Crumbys Bakery“. Dieses NFT-Projekt ist auf OpenSea.io verfügbar. Barutcu konnte dabei im Alleingang ein Volume Trade von 61.7 ETH erzielen. Seine Community auf Discord umfasst bereits 400 Fans, auf Twitter folgen ihm aktuell gar 3.274 Leser.

Einzigartige digitale Köstlichkeiten

Seine virtuelle Bäckerei umfasst erstaunliche Crumbys Cookies, die manchmal sogar in Mutationen auftreten. Dann sind sie besonders selten und bei Sammlern begehrt. Sie haben den Sprung aus der realen Welt in eine digitale Umgebung geschafft und warten darauf entdeckt zu werden. Das gesamte Portfolio der Crumbys Bakery findet sich auch auf der Webseite des Projekts. Die ersten elf Crumbys hat ihr Schöpfer übrigens gratis an seine treuesten Unterstützer vergeben. Weitere Giveaways sind übrigens schon in Planung, es lohnt sich also das Projekt regelmäßig auf Twitter oder Discord zu besuchen.

Seine Sprache war die Kunst

Der 34 Jahre alte Künstler ist in zwei unterschiedlichen Kulturen groß geworden. Geboren in München, lebte er bis zu seinem zehnten Lebensjahr in der Türkei. Als er wieder nach Deutschland zurückkam, musste er zunächst die Sprache erlernen. Bis es so weit war, dienten ihm seine Zeichnungen als Mittel und Weg mit seinen Freunden zu kommunizieren. Das war gleichzeitig der Beginn seiner künstlerischen Karriere. Heute lebt und arbeitet Memo Barutcu in Bremen.

Die Liebe zur Kunst liegt ihm in den Genen. Sein Vater ist ebenfalls Künstler und hat sich auf Ölgemälde spezialisiert. Barutcu hingegen zeigte schon früh Interesse an der digitalen Welt. Bereits im Alter von 15 Jahren tastete er sich vorsichtig an die 3D-Kunst heran und stellte fest, dass er hier seine persönliche Ausdrucksform gefunden hatte. Eine Auswahl seiner Werke findet sich auf seiner Webseite.

Von Dogecoin zu NFT

Dogecoin stellte dann in Folge seinen ersten Kontakt zur Welt der Krytowährungen dar. Schnell zeigte er sich vom Konzept der NFTs überzeugt. Barutcu sieht darin die einfache Möglichkeit ein weltweites Publikum für seine Arbeit zu interessieren und zu begeistern. Die technische Umsetzung gibt ihm die Möglichkeit von seiner Arbeit leben zu können. Der Künstler sieht eine große Chance, diese neue Form der digitalen Kunst auch in Deutschland zu etablieren. Er selbst möchte dazu seinen Beitrag leisten.

Immerhin verfügt Barutcu über ein abgeschlossenes Informatik-Studium und kann damit auf einen umfangreichen Background zurückgreifen, der es ihm erlaubt, seine Pläne selbst umzusetzen. Erste Projekte waren bereits erfolgreich, als er nach einem schweren Rückschlag schon kurz davor war aufzugeben. Nach dem Diebstahl seiner Coins wollte Barutcu seine Arbeit beenden, doch mithilfe der NFT-Community schaffte er ein Comeback. Er erfand „Crumbys Bakery“. Die leckeren Lebkuchen-Charaktere sollten sich als Volltreffer erweisen. Ein Nachfolgeprojekt mit Lebkuchen-Frauen ist bereits in Planung.

Ich erfand „Crumbys Bakery“, das war ein voller Erfolg. Ich erstelle hierbei leckere Lebkuchen-Charaktere mit unterschiedlichen Mimiken und Dekorationen. Das Projekt mit den Lebkuchenmännern betrachte ich bereits als mein Lebenswerk. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, wird ein weiteres Projekt mit Lebkuchenfrauen folgen. Wer weiß, vielleicht kommen danach ja die Lebkuchenkinder?

Made in Germany

Seine größten Fans kommen aus den USA. Das verwundert nicht, schließlich ist dort der Hype um NFT am Größten. Daher arbeitet Barutcu weiter intensiv daran, digitale Kunst auch in Deutschland massenkompatibel zu machen. Er möchte mit seiner Arbeit die Menschen direkt ansprechen und so miteinander verbinden. Dementsprechend sorgfältig geht er daher zu Werke.

Aktuell umfasst seine „Crumbys Bakery“-Kollektion 660 Werke, in Zukunft sollen es 1.000 werden. Jedes davon ist präzise erdacht und erstellt. Für Barutcu gilt auch hier das Qualitätsmerkmal „Made in Germany“. Jede Woche kommen mindestens 20 neue Crumbys auf OpenSea dazu. Diese sind zumeist schnell ausverkauft, weil Barutcu seine Werke gerne mit einer Hintergrundgeschichte versieht.

Die Hype-Welle rollt

NFTs sind längst im Mainstream angekommen. Was vor wenigen Monaten noch für Erstaunen in der Öffentlichkeit gesorgt hat, ist längst regelmäßiger Bestandteil der Berichterstattung in den großen Medien geworden. Dafür sorgen beispielsweise der Kauf eines CyberPunk NFT für den Preis von 150.000 Dollar oder die digitale Kunst aus dem jüngsten Video von Till Lindemann.

Experten befürchten bereits eine Blase, die früher oder später platzen wird. Wie bei jedem Hype neigt auch NFT offenbar dazu zu Beginn zu übertreiben, doch die Kunstszene hat schon in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Innovationen aufsaugt und in ihre Welt integrieren kann.

Mittlerweile sind selbst die Deutsche Börse und die Commerzbank in den virtuellen Kunsthandel eingestiegen. Sie wollen so Investments in Kunst über die Blockchain ermöglichen. Das ist kein Wunder, immerhin stiegen die Umsätze zuletzt sprunghaft an. Wie die größte NFT-Handelsplattform OpenSea zuletzt mitteilte, stiegen die Verkäufe alleine im August auf 1,9 Milliarden Dollar. Mittendrin ist auch ein Deutscher.

NFT gibt Fälschern keine Chance

Memo Barutcu sieht die Entwicklung noch lange nicht am Ende angekommen. Er erkennt noch viel Potenzial in NFTs. Die Kunst ist fälschungssicher und seiner Meinung nach daher nachhaltig. Schließlich lässt sich die Echtheit der Werke rasch und einfach feststellen. Das gibt sowohl dem Käufer, als auch dem Verkäufer Sicherheit.

Ein Problem sieht er derzeit in den schwankenden Gebühren. Noch werden manche Käufer von den Transaktionskosten abgeschreckt, doch der Markt befindet sich in Bewegung. Mit einer weiteren Zunahme an Teilnehmern wird sich diese Situation hoffentlich in Zukunft beruhigen und zu fairen Gebühren führen.

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