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Rollt eine neue Immobilienkrise auf Deutschland zu?

Georg Steiner
| 2 Lesezeit:

Während sich Deutschland noch mitten in der Signa-Krise befindet, droht bereits neues Ungemach auf dem Immobiliensektor. US-Gewerbeimmobilien drohen eine neue Krise auszulösen; deutsche Banken sind mittendrin.

Immobilien USA

Derzeit werden in den USA wieder Erinnerungen an die große Finanzkrise von 2007/2008 wach. Auch diese wurde ursprünglich von Immobilien ausgelöst, bevor sie sich wie ein Feuerball um die ganze Welt verbreitete. Dieses Mal stehen jedoch nicht die privaten Häuser, sondern die Gewerbeimmobilien im Mittelpunkt.

Homeoffice löste die Krise mit aus


Als Spätfolge der Pandemie ist in den USA der Markt für Gewerbeimmobilien zusammengebrochen. Das trifft jedoch nicht nur die dortigen, sondern wieder einmal auch heimische Banken.

Einer der Auslöser der Probleme ist der Trend zum Homeoffice. Wenn Mitarbeiter jedoch verstärkt von zu Hause aus arbeiten, sinkt automatisch der Bedarf an Gewerbeimmobilien. Das zeigt sich besonders deutlich, wenn man die Auslastungsraten in den größten Städten der USA betrachtet.

Nur noch jedes zweite Büro ist vermietet

Diese beträgt laut einem Bericht der Washington Post nur noch rund 50 Prozent. Das bedeutet, dass jede zweite Bürofläche derzeit nicht vermietet ist. Diese Auslastung stellt naturgemäß eine große Belastung für die Eigentümer dar. Noch größer wird das Problem, wenn die Gewerbeimmobilien über Kredite finanziert wurden. Dieser Markt befindet sich in einer Hochzinsphase, was die Kosten weiter nach oben treibt.

Das kostete etwa der US-Regionalbank New York Community Bancorp bereits ihre Bonität. Diese wurde zuletzt von der Ratingagentur Moody’s auf „Junk“ herabgestuft. Das zeigt, dass das Ausfallrisiko dramatisch angestiegen ist.

Deutsche Bank und Deutsche Pfandbriefbank betroffen?


Doch die Krise betrifft nicht nur amerikanische Kreditinstitute, auch deutsche Banken sind betroffen. Dazu zählen die Deutsche Bank und die Deutsche Pfandbriefbank. Diese verkündete gerade erst, dass sie einen Gewinneinbruch zu verzeichnen hatte.

Das liegt an der verdoppelten Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle. Die Bank macht zwar weiterhin Gewinn, doch im vierten Quartal des Vorjahres rutsche sie in die roten Zahlen. Die Deutsche Bank ist ebenfalls stark am US-Immobilienmarkt engagiert. Ihr Portfolio soll sich auf bis zu 17 Milliarden Euro belaufen. Mehr als 40 Prozent davon sind Gewerbeimmobilien. Mögliche Verluste wurden bei der Bilanzpressekonferenz bereits eingeräumt.

Hält das Risikomanagement?


Beobachter warnen davor, dass die Entwicklung erst ein Anfang sein könnte. Schon 2008 deckten Kreditausfälle im Immobilienbereich gnadenlos das fehlende Risikomanagement zahlreicher Banken weltweit auf. Doch Europas Banken haben bisher alle Stresstests der EU zumeist bestanden. Ob diese ausreichend genug waren, könnten die nächsten Monate zeigen.

Eine neuerliche Finanzkrise käme dem in diesem Jahr erhofften Aufschwung in die Quere. Immerhin stehen die ersten Zinssenkungen von Fed und EZB an, diese sollten in Folge auf den Krypto-Markt beflügeln. Dort kommen regelmäßig neue Coins wie Smog, erobern die Märkte und suchen Investoren.