03 Dec 2022 · 2 min read

Der EZB-Generaldirektor greift Bitcoin scharf an

Bitcoin kämpft gerade sein letztes Gefecht. Dieser Meinung ist der EZB-Generaldirektor Ulrich Bindseil. Er hält die Kryptowährung für künstlich aufgeblasen und plädiert dafür, sie nicht auch noch durch staatliche Regulierungen zu legitimieren.

Innovation um jeden Preis können nicht der Grund für staatliche Vorgaben. Bitcoin befinde sich nach Meinung von Bindseil ohnehin auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Die Banken, die Werbung für Bitcoin-Investitionen machen, würden einen Langzeitschaden anrichten.

Das letzte Aufbäumen vor dem Untergang?

Das sind heftige Worte aus dem Munde eines Verantwortlichen der EZB, die gerade selbst dabei ist, eine digitale Währung auf den Weg zu bringen. In einem aktuellen Blogeintrag der EZB macht der Generaldirektor aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Er sieht die aktuelle Krise nicht als Verschnaufpause, sondern als das letzte Aufatmen vor dem Untergang von Bitcoin. Bindseil argumentiert, dass Bitcoin zahlreiche Erwartungen nicht erfüllen würde. Darüber hinaus seien die Transaktionen umständlich, langsam und teuer. Bitcoin sei auch als Investition nicht geeignet.

Bitcoin generiert keinen Cashflow, keine Dividende und kann nicht produktiv genutzt werden. Die Marktbewertung von Bitcoin basiert auf reiner Spekulation.

Bitcoin habe immer wieder von neuen Investoren profitiert. Das weise auf eine Spekulationsblase hin, die darauf angewiesen ist, dass immer neues Geld nachfließt. Davon würden vor allem die großen Bitcoin-Investoren profitieren. Diese hätten den stärksten Anreiz, das System auf Laufen zu halten.

Regierungen sollten Bitcoin nicht legitimieren

Daher finanzieren Großinvestoren auch Lobbyisten, die deren Anliegen bei den Regulierungsbehörden durchsetzen sollen. Deren Zahl habe sich in den USA innerhalb von nur drei Jahren verdreifacht.

Sie wollen den Eindruck vermitteln, dass Kryptoanlagen nur eine weitere Anlageklasse sein. Doch nach Meinung von EZB-Generaldirektor Ulrich Bindseil sollten Regierungen diese Versuche nicht unterstützen, weil sonst der Eindruck entstünde, dass diese Wünsche legitim wären. Davon abgesehen zeigt sich, dass die Länder ein unterschiedliches Tempo bei der Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben an den Tag legen.

Nur begrenzter Wert für die Gesellschaft?

Während die EU mit MICA bereits entsprechende Regelungen verabschiedet hat, können sich die Behörden und der Kongress in den USA nicht auf entsprechendes Paket einigen. Innovation muss seiner Meinung nach nicht um jeden Preis Raum gegeben werden. Die Technologie der Blockchain habe nur einen begrenzten Wert für die Gesellschaft. Dies gelte auch dann, wenn sie große Erwartungen an die Zukunft wecken würde.

Davon abgesehen sei Bitcoin ein großer Umweltverschmutzer. Sein Energieverbrauch entspräche laut Schätzungen jenem von Österreich. Dazu kämen noch Berge von Hardware-Müll. Das gesamte System sei ineffizient.

Gefahr für Banken

Angesichts dieser Vielzahl an Risiken sollten die Aufsichtsbehörden Bitcoin weder als Zahlungssystem noch als Anlageform behandeln und damit auch nicht legitimieren. Die Finanzbranche könne damit zwar kurzfristig Gewinne erwirtschaften, doch die negativen Auswirkungen auf die Kunden-Bank-Beziehungen könnten enorm sein, sobald die Anleger mit Bitcoin Verluste einfahren. 

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