Arthur Hayes plädiert für ein “Punktesystem” anstelle von ICOs für Krypto-Fundraising

Jimmy Aki
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Aufgrund der wachsenden regulatorischen Herausforderungen und Bedenken im Zusammenhang mit ICOs (Initial Coin Offerings) in der Kryptoindustrie schlug der CEO von BitMEX, Arthur Hayes, am 9. Februar ein Krypto-“Punktesystem” als Alternative vor.

Hayes teilte seine neueste Idee in einem Blogbeitrag mit dem Titel ‘Points Guard‘ mit und betonte die Entwicklung nachhaltiger Web3-Dienste. Er hob es als einen neuartigen Ansatz für kryptogestützte Unternehmen hervor, um Gelder zu sichern und das Engagement zu verbessern.

Krypto-Punkte zur Förderung des Gemeinschaftsengagements


Laut Hayes ist das Krypto-Punktesystem jetzt das Pseudo-ICO-Fundraising- und Nutzerakquisitionsinstrument der aktuellen Hausse. Dies ist auf die Verschmelzung der Vorteile von ICO und Yield Farming zurückzuführen.

Ein ICO (Initial Coin Offering) ist das Web3-Äquivalent zu einem traditionellen Börsengang (IPO). Er ermöglicht es Millionen von Kleinanlegern, einen Anteil an einem neuen Protokoll zu erwerben.

Das Problem bei diesem System ist, dass die Aufsichtsbehörden ICOs in der Regel als “Sicherheit” bezeichnen. Das liegt daran, dass die Finanzbehörden die gesamte Transaktion als einen Vertrag betrachten, der dem Nutzer einen Gewinn in der Zukunft verspricht.

Mit einem ICO kann ein Blockchain-Protokoll leicht in regulatorische Kämpfe mit Regierungsbehörden geraten.

Beim Yield Farming hingegen werden die Nutzer mit neuen Token-Emissionen für die Nutzung des Protokolls belohnt.

Dennoch stellte Hayes fest, dass es zu Problemen mit dem begrenzten Token-Angebot von digitalen Assets kommen kann, wenn eine breite Beteiligung stattfindet. Dies könnte dazu führen, dass der Preis des Tokens sinkt und der Anreiz für eine nachhaltige Nutzung abnimmt.

Für ihn ist das Punktesystem die bessere Alternative für den zukünftigen Erfolg von Web3. Dies liegt daran, dass es nicht als Vertrag zwischen dem Protokoll und dem Nutzer für eine greifbare Belohnung in der Zukunft funktioniert.

Hayes verriet, dass die Punkte, die die Nutzer bei der Nutzung eines Protokolls sammeln, später nach eigenem Ermessen umgewandelt werden können. Da dem Nutzer keine greifbare Belohnung versprochen wird, können so alle regulatorischen Probleme umgangen werden.

Am anderen Ende des Spektrums können die Punkte als Guerilla-Marketing dienen. Denn Web3-Protokolle können leicht Nutzer gewinnen, die bereit sind, für die Nutzung des Dienstes Punkte zu sammeln.

Zeitpläne für Token-Emissionen


Web3-Protokolle, die einen Yield-Farming-Mechanismus verwenden, sind oft dazu verpflichtet, ihre Token zu vorher festgelegten Zeitpunkten freizugeben. Dadurch erhöht sich die Anzahl der im Umlauf befindlichen Token, was den Preis der einzelnen Token nach unten drückt.

Points funktionieren nicht auf diese Weise, da keine aggressiven Zeitpläne für die Tokenausgabe eingehalten werden müssen. Laut dem CEO von BitMEX bietet dies die dringend benötigte Flexibilität, da das Verhältnis von Punkten zu Token jederzeit geändert werden kann.

Hayes erklärte auch, dass das Punktesystem nur durch Vertrauen gedeihen kann. Ihm zufolge müssen die Nutzer und die Gründer des Projekts großes Vertrauen haben, damit das Punktesystem reibungslos funktioniert.

Außerdem wies er darauf hin, dass bösartige Akteure diese Methode schnell übernehmen werden, sobald sie sich durchgesetzt hat. Sobald sie Erfolg haben, wird dies zu Missbrauch oder Vertrauensbruch führen, was den weiteren Erfolg des Projekts beeinträchtigen könnte.

Hayes ist ein starker Befürworter von Kryptowährungen in der Branche. Der CEO von BitMEX, der auch als Chief Information Officer (CIO) von Maelstrom fungiert, gab eine optimistische Prognose für den Bitcoin-Preis ab.

Er sagte, dass 1 Bitcoin bis zum Jahr 2026 für zwischen 750.000 und 1 Million Dollar getauscht werden könnte.