04 Dez 2021 · 3 min read

Was haben Punk und Anarchismus mit Kryptowährungen zu tun?

Das Motiv der schöpferischen Kraft der Zerstörung bringen wir heute automatisch mit dem Werk des Ökonomen Joseph Schumpeter in Verbindung. Er beschrieb in seinem Buch „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ schon 1942, wie sich Strukturen in der Wirtschaft scheinbar unwiderstehlich von innen heraus revolutionieren. 

Der Prozess läuft laut Schumpeter unaufhörlich ab, indem er die alte Struktur zerstört und eine neue erschafft.

Die Kraft der Zerstörung

Diese schöpferische Zerstörung gilt als Grundmotiv des Kapitalismus. Den Ablauf sieht man beispielsweise in den Konjunkturzyklen. Der Ökonom griff seine Idee bereits zuvor im Buch „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ auf. 

Dort beschrieb er die Auslöser der schöpferischen Zerstörung. Diese sind seiner Meinung nach Innovationen, die von Unternehmern vorangetrieben werden. Ziel ist es, sich auf dem Markt durchzusetzen und im Idealfall bestehende Lösungen zu ersetzen.

Keine staatlichen Eingriffe

Dieses Prinzip wird vielen Befürwortern von Kryptowährungen bekannt vorkommen. Nicht umsonst gilt unser herrschendes Fiat-Währungssystem als problematisch. Vertreter der Österreichischen Schule für Nationalökonomie haben dessen Gefahren bereits vor Jahrzehnten beschrieben. 

Die unbegrenzte Schöpfung von Geld durch die Nationalbanken führt zu immer größeren Blasen, deren Platzen enorme Auswirkungen auf das Wirtschaftssystem hat.

Die prominentesten „Österreicher“ wie Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek gelten daher auch als geistige Väter von Kryptowährungen, denn diese setzen ihre Theorien in die Praxis um. Bestes Beispiel ist die begrenzte Menge an Bitcoins, die inflationsdämpfend wirken soll.

Eigenverantwortung und Unabhängigkeit

Die „Österreicher“ lehnen staatliche Eingriffe ab und vertrauen auf Eigenverantwortung und die Kraft der Märkte, die den Preis über Angebot und Nachfrage regeln. 

Das klingt ein wenig nach Punk, oder nicht? Schließlich setzt die Subkultur ebenfalls auf Anarchismus. Sie hinterfragt gnadenlos den gesellschaftlichen Status Quo.

Desillusioniert von der Gesellschaft suchten ihre Vertreter neue Denkschulen und Unabhängigkeit. Eine Umsetzung dieser theoretischen Ideale findet man heute auch in verschlüsselten Netzwerken wie beispielsweise TOR. 

Dieses brachte auch das Thema Privatsphäre verstärkt in die gesellschaftliche Diskussion ein. Letztes Beispiel ist das Entstehen des sogenannten „Anarcho-Kapitalismus“.

Ayn Rand gilt als Vordenkerin

Dieser setzt darauf, dass eine freie Gesellschaft vollständig ohne einen lenkenden Staat auskommt. Die Freiheit des Einzelnen gilt in diesen Konzepten als unantastbar. 

Geistige Mutter all dieser Konzepte ist sicherlich die amerikanische Autorin und Philosophin Ayn Rand. Sie propagierte ihre Philosophie des Objektivismus, der vollkommen auf Rationalität setzt. Rands Einfluss reicht bis heute tief in konservative politische Kreise, auch wenn sie selbst deren Vertreter zu Lebzeiten fast vollständig abgelehnt hatte.

Viele dieser Denkansätze finden sich auch in Kryptowährungen. Bitcoin ist dezentral organisiert, verschlüsselt, in seinen Transaktionen transparent, nachvollziehbar und er funktioniert vor allem durch die freiwillige Kooperation der Beteiligten und damit ohne staatlichen Druck, Beeinflussung und Kontrolle. 

Die Menge der digitalen Währung ist begrenzt, das verhindert jenes exzessive Gelddrucken, das wir seit Jahren in der Realität beobachten können.

Kryptowährungen treten in den Wettbewerb ein

Der Ökonom Friedrich August von Hayek sieht damit eine Forderung erfüllt, die er schon vor Jahrzehnten aufgestellt hatte. 

Er sah die Zukunft von Geld in einem Wettbewerb der Währungen. Nichts anders passiert gerade im Kampf digitaler Währungen gegen staatlich kontrollierte Fiat-Währungen wie den Euro oder den Dollar.

Damit wird Bitcoin und seine zahlreichen Konkurrenten zu einem Vorzeigeprojekt libertärer Ideen, die Freiheit von Staat, Banken und jeder Form von Unterdrückung propagieren. Ob Kryptowährungen zum Schutz vor Inflation taugen, muss sich allerdings erst erweisen. Kryptowährungen performen längst analog zu herkömmlichen Wertpapieren. 

Der letzte Kurseinbruch an den Börsen vor wenigen Tagen zogen nicht nur herkömmliche Aktien, sondern auch Bitcoin und Co gleichermaßen nach unten.

Das Schreckgespenst der Inflation ist zurück

Fakt ist, dass die Inflationsraten in Europa, ebenso wie in den USA, dramatisch steigen. Wurde dies von den Notenbanken vor kurzem noch als kurzfristiges Phänomen abgetan, so zeigen die Währungshüter nun offenbar Einsicht und geben zu, dass diese Entwicklung durchaus länger anhalten könnte. 

Ob Kryptowährungen als Inflationsschutz taugen oder nicht, muss sich erst erweisen. Wer seine Rücklagen schützen möchte, sollte spätestens jetzt damit beginnen, sich über Alternativen Gedanken zu machen.

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