Gold und Bitcoin eilen zu neuen Kursrekorden

Georg Steiner
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Bitcoin wird seit einigen Jahren gerne als digitales Gold bezeichnet. Zuletzt entwickelten sich die beiden Assets tatsächlich im Paarlauf nach oben.

Goldbarren, Bitcoin

So erreichte Gold in der Nacht auf heute einen neuen historischen Höchststand. Mit einem Preis von 2.135 Dollar war das Edelmetall so teuer wie nie zuvor. Die Kursrallye hatte bereits am Freitag begonnen und setzte sich über das Wochenende hinweg ungebremst fort.

Die Aussicht auf niedrigere Leitzinsen beflügelt die Kurse


Ähnliches gilt für Bitcoin. Die Mutter aller Kryptowährungen setzte gestern Abend zu einem neuen Höhenflug an, der aktuell weiter anhält. Der Kurs hat bereits die 41.500 Dollar-Grenze überschritten und damit den höchsten Wert seit rund eineinhalb Jahren erreicht.

Die Gold-Anleger sind offenbar guter Dinge, dass die Leitzinsen in den USA ihren Gipfel erreicht haben. Immerhin erlebten die Investoren zahlreiche Erhöhungen, um die hohe Inflation in den Griff zu bekommen. Jetzt scheinen die Maßnahmen der US-Notenbank Fed nachhaltig Wirkung zu zeigen. Daher hoffen die Anleger auf baldige Leitzinssenkungen.

Diese beflügeln bekanntermaßen die Märkte. Optimisten glauben sogar, dass die ersten Zinssenkungen schon in einigen Monaten Realität werden könnten. Doch dies gilt nur, wenn die Inflation weiter sinkt.

Der Zinsnachteil von Gold könnte bald schmelzen


Dann wird Gold interessanten für Anleger. Schließlich schmilzt dann der Zinsnachteil, den Gold gegenüber anderen Assets am Finanzmarkt hat. Das Edelmetall gilt als Krisenwährung, die jedoch keinerlei Zinsen abwirft. Gewinne können nur über Kurssteigerungen realisiert werden. Je niedriger die Leitzinsen sind, desto geringer ist der Vorteil anderer Assets, die von den Leitzinsen abhängig sind. Damit gewinnt Gold automatisch an Attraktivität.

Bitcoin profitiert ebenfalls von niedrigeren Zinsen. Diese spülen mehr Geld in die Finanzmärkte, und animieren die Anleger ihr Risiko zu erhöhen. Dann werden volatile Assets wie Bitcoin oder andere Kryptowährungen interessanter. Das gilt auch für neue Coins wie Bitcoin ETF, die jetzt im Presale Anleger suchen.

Kommt am Freitag der nächste Schub?

Auslöser für den Optimismus war offenbar eine Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell am Freitag. Dieser hatte zwar neuerlich betont, dass die Fed dazu bereit sei, die Leitzinsen wieder zu erhöhen, doch gleichzeitig betont, dass er bereits jetzt die Zügel gestrafft habe.

Ende dieser Woche werden in den USA die Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Diese sind für die Fed besonders wichtig, wenn es darum geht, die geldpolitische Lage und die Wirtschaftskraft in den USA zu analysieren. Sollten die Ergebnisse erfreulich ausfallen, dann könnte diese die Kurse neuerlich beflügeln.