29 Dez 2021 · 3 min read

Wie könnte die Weltwirtschaft Bitcoin, Ethereum und Krypto 2022 beeinflussen?

2021 war zweifellos eines der besten Jahre für Kryptowährungen. Das ist vor allem auf das ungewöhnliche wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen. Die immer weiter ansteigende Inflation in Kombination mit einem Niedrigzinsumfeld hat dazu geführt, dass Kryptowährungen für viele Anleger zu einer alternativen Investitionsmöglichkeit wurden.

Für 2022 gehen zahlreiche Experten davon aus, dass die Krypto-Assets stärker von der Inflation profitieren werden als alle anderen Vermögenswerte. Doch dass die Entwertung weiter anhält, ist noch lange nicht gesagt. Während einige Ökonomen davon ausgehen, dass diese im Laufe des Jahres 2022 wieder abkühlt, gehen andere davon aus, dass die Inflation gekommen ist, um zu bleiben.

Was machen die Notenbanker?

Sollten die Notenbanken ihren Kurs grundlegend ändern und mit steigenden Zinsen versuchen gegen die Inflation anzukämpfen, dann könnte dies die Wertentwicklung von Kryptowährungen bremsen. Schließlich sind steigende Zinsen am Markt nicht gut für Risikoanlagen, das hat die Vergangenheit gezeigt. Sinken die Renditen von Anleihen jedoch weiter, dann würden sich auch weiterhin attraktive Chancen für Krypto-Assets bieten.

Schließlich ist der Markt dabei auch für institutionelle Anleger attraktiv zu werden. Nicht umsonst haben diese einen Teil ihres Portfolios in Kryptowährungen umgewandelt. Dieser Einstieg ist zweifellos mit dafür verantwortlich, dass zahlreiche Assets 2021 ein neues Allzeithoch erreicht haben. 2022 soll sich die Weltwirtschaft nach Ansicht von Experten jedoch erholen. Das sollte die Inflationsängste etwas dämpfen.

Steigende Zinsen in Sicht?

Analysten gehen davon aus, dass die Zinsen nach langen Jahren wieder ansteigen werden. Diese werden voraussichtlich nicht allzu hoch ausfallen, schließlich möchten die Notenbanken die beginnende Erholung der Wirtschaft nicht gleich wieder abwürgen. Derzeit ist die Inflation nicht nur in den USA, sondern auch in Europa so hoch wie schon sehr lange nicht. In den Vereinigten Staaten übertraf sie zuletzt die 6-Prozentmarke. Zuletzt hatte das Land so hohe Raten vor 30 Jahren verzeichnet.

Bedenkt man, dass der effektive Zinssatz der FED bei null liegt, dann bedeute dies, dass die Investoren massiv Geld verlieren. Die Negativzinsen erfordern daher eine riskantere Anlagestrategie, die in Folge Kryptowährungen zugutekommt. Geld sucht nach Wertsteigerung, das führte 2021 zu einem Boom bei zahlreichen Kryptowährungen.

Krise folgt auf Krise

Doch nicht alle Analysten gehen davon aus, dass dieser Boom abflacht. Sie sehen keinen Grund, dass die Inflation zurückgehen sollte. Immerhin bekämpfen die Staaten nach wie vor die Folgen der weiter anhaltenden Pandemie. Dies passiert mit einer weiterhin exzessiv expansiven Geldpolitik. 

Die Konjunkturpakete kosten viel Geld, das wiederum über Schulden in die Staatshaushalte Einzug hält. Gleichzeitig haben die Notenbanken in den letzten Krisen ihr Pulver verschossen. Eine rasche und starke Anhebung der Zinsen könnte die zarte Konjunktur neuerlich abwürgen, eine Pleitewelle auslösen und so weitere Staatshilfen nötig machen.

Viel wird zweifellos vom Ölpreis und den sich hoffentlich bald auflösenden Versorgungsproblemen abhängen. Funktionieren die Lieferketten wieder klaglos und steigt das Ölangebot, dann könnte eine Normalisierung eintreten. Doch das wird stark davon abhängen, ob es der Welt gelingt, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. 

Sie ist weiterhin der große Unsicherheitsfaktor, der jede Prognose schnell über den Haufen werfen kann. Dies konnte man erst vor einigen Wochen beobachten, als die Entdeckung von Omikron die Kurse von Aktien und Kryptowährungen abstürzen ließen.

Für Anleger gilt es daher nicht nur die Entwicklung der Inflation und Lieferketten im Auge zu behalten, sondern auch das Wachstum der Beschäftigung und der Wirtschaft allgemein. Je höher die Beschäftigung ist und je besser es der Wirtschaft geht, desto eher werden die Menschen auch in Kryptowährungen investieren. Finanzmärkte profitieren immer von einem guten Umfeld.

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