11 Dez 2021 · 3 min read

Bitcoin-Investoren benötigen weiterhin starke Nerven

In der Nacht auf letzten Samstag erlebten die Krypto-Anleger neuerlich ein massiver Absturz der Kurse. Bitcoin rauschte von rund 57.000 Dollar auf etwas mehr als 47.000 Dollar nach unten. Noch im November hatte die Währung ihren historischen Höchststand von rund 69.000 Dollar erreicht. Prompt folgte ein Ausverkauf, der in einem Blutbad endete.

Mittlerweile hat sich der Bitcoin wieder etwas erholt, doch der neuerliche Kursrutsch erinnerte Anleger daran, dass eine erhöhte Volatilität eben zu den Markenzeichen von Kryptowährungen gehört. Schon seit Jahren überraschen diese immer wieder mit dramatischen Kursanstiegen und ebenso starken Einbrüchen. Solche Dellen gehören zur Geschichte der digitalen Währungen, ebenso wie übertriebene Erfolgsprognosen.

Anfällig für schlechte Nachrichten

Nicht umsonst hatten vereinzelte Experten bereits vom Durchbruch über die 100.000 Dollar Marke geträumt. Doch darauf wird es zumindest vorerst nichts. Für viele Kleinanleger, die auf solche Prognosen vertraut hatte, kann sich so eine Kursdelle allerdings desillusionierend auswirken. Doch dazu besteht kein Anlass.

Wer auf dem Höhepunkt einer Euphorie in die Rallye einsteigt und diese zum Zeitpunkt eines Kursrutsches verlässt, wird zumeist nicht wieder an den Ort des Geschehens zurückkehren. Neuerlich hat sich gezeigt, dass die jungen Währungen noch sehr anfällig für schlechte Nachrichten sind. Genau wie am Aktienmarkt nimmt auch deren Kursentwicklung schlechte Nachrichten übermäßig vorsichtig auf und reagiert.

Im konkreten Fall handelte es sich um erste Einschätzungen zum Thema Omikron. Die möglichen Auswirkungen auf die Dauer der Pandemie hatten zahlreiche Anleger nervös werden lassen. Schließlich bewegen sich Kryptowährungen in einem Umfeld, das noch nicht so massenkompatibel und gesichert ist wie herkömmliche Fiat-Währungen.

Geplante Transparenz-Regeln sorgen für Unruhe

Die zahlreichen unbekannten Einflussfaktoren lassen weiterhin keine tragfähigen Prognosen zu, die weit in die Zukunft reichen. Denn wir leben in bewegten Zeiten. Die letzten Wochen haben zahlreiche Entwicklungen gebracht, die das Potenzial haben, Finanzmärkte in Unruhe zu versetzen. 

Neben der Corona-Mutation waren da noch die drohende Pleite des chinesischen Immobilien-Giganten Evergrande, die weiter steigende Inflation und offenbar von vielen Anlegern gewitterte Chance, noch schnell ihre Gewinne zu realisieren. Während der klassische Aktienmarkt mit einem Einbruch von vier bis fünf Prozent reagierte, neigten die Kryptowährungen neuerlich zur Übertreibung.

Der Kurssturz beweist auch, dass Bitcoin noch lange nicht als Inflationsschutz oder digitales Gold taugt. Wer sich jedoch weder von Euphorie oder Panik leiten lässt und langfristig denkt, könnte diese Chance nutzen, um wieder günstiger in den Markt einzusteigen. Dieser wird jedoch auch in Zukunft bis zu einem gewissen Grad unberechenbar bleiben.

Dafür sorgen schon die zahlreichen Aktivitäten der politisch Verantwortlichen. Diese möchten den Handel mit digitalen Währungen verstärkte in ihre bestehenden Finanzmarkt-Regeln einbinden. Das sorgt für weitere Unruhe und Unsicherheit. Diese sind jedoch Gift für jeden vernünftigen Handel, schließlich fordert jede wirtschaftliche Aktivität in erster Linien Stabilität und Rechtssicherheit.

Zäher als gedacht

Gut möglich, dass zahlreiche Marktteilnehmer dieser politischen Betriebsamkeit nicht trauen und mögliche Einschränkungen durch Verkäufe vorwegnehmen. Immerhin bedeuten die Pläne der Europäischen Union das Ende der anonymen Wallets, so wie wir sie derzeit kennen. Die neue Deutsche Bundesregierung plant bereits die verstärkte Regulierung von Kryptowährungen, das sorgt für Unsicherheit, solange kein konkreter Gesetzesentwurf vorliegt.  

Für Investoren ist es jedoch weiterhin wichtig die langfristige Entwicklung im Auge zu behalten. „Don´t believe the hype“, gilt auch in diese Falle. Die Geschichte hat gezeigt, dass Bitcoin überlebensfähiger ist, als von so manchem Beobachter vermutet. Alle starken Kursrückgänge wurden in der Vergangenheit nicht nur aufgeholt, sondern führten zu neuen Höchstständen.

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