14 Sep 2022 · 1 min read

Südkoreanische Staatsanwälte erlassen Haftbefehl gegen Do Kwon - UPDATE

Terra's Co-Founder Do Kwon in October 2019. (Source: Screenshot, YouTube/Terra) 

Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen Do Kwon (richtiger Name: Kwon Do-hyeong) erlassen, den Mitbegründer und CEO von Terraform Labs, dem Unternehmen hinter den Terra-Ökosystem-Coins LUNA und LUNC.

Kwon hält sich derzeit in Singapur auf. Laut Digital Today und Chosun Llbo könnte die südkoreanische Staatsanwaltschaft bei ihren Bemühungen, den CEO zu verhaften, die Hilfe von Interpol in Anspruch nehmen. Berichten zufolge sind sie auch an einer Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Singapur interessiert.

Haftbefehle wurden auch gegen eine Reihe anderer leitender Angestellter von Terraform Labs erlassen. Die Medien berichteten, dass zwei Sonderermittlungsteams der Staatsanwaltschaft des südlichen Bezirks von Seoul insgesamt sechs Haftbefehle erlassen haben.

Neben Kwon wollen die Staatsanwälte auch Nicholas Platias verhaften, der als "Gründungsmitglied" von Terraform Labs bezeichnet wurde. Platias war bis 2020 Leiter der Forschungsabteilung von Terraform. Der Absolvent der Stanford University war laut seinem LinkedIn-Profil in jüngerer Zeit an einem Projekt namens Stealth Web3 Startup beteiligt. Gegen eine weitere Person, die mit Nachnamen Han heißt und als "Terraform-Mitarbeiter" beschrieben wird, wurde ebenfalls ein Haftbefehl erlassen. Die Identität der anderen Personen wurde noch nicht bekannt gegeben.

Es wird vermutet, dass sich alle sechs Personen in Singapur aufhalten, wo Terraform 2018 gegründet wurde.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments liegen nur wenige Details vor, da die Staatsanwaltschaft noch keine Erklärung abgegeben hat. Beamte haben jedoch bestätigt, dass die Personen wegen Verstoßes gegen das Kapitalmarktgesetz gesucht werden.

Dies deutet darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft glaubt, genügend Beweise zu haben, um alle sechs Personen wegen Betrugsdelikten anzuklagen.

Die Chosun berichtet, dass die Haftbefehle "ein Jahr lang gültig sind" und dass die Staatsanwaltschaft Berichten zufolge plant, Maßnahmen zu ergreifen, wie z. B. Interpol zu bitten, Kwon auf die Liste der "roten Hinweise" zu setzen.

Laut der Website der Strafverfolgungsbehörde ist eine "rote Notiz" ein "Ersuchen an die Strafverfolgungsbehörden weltweit, eine Person ausfindig zu machen und vorläufig festzunehmen, bis sie ausgeliefert, übergeben oder eine ähnliche rechtliche Maßnahme eingeleitet wird".

Die Staatsanwaltschaft erwägt auch andere Maßnahmen, darunter die Ungültigmachung von Kwons Reisepass.