15 April 2021 · 1 min read

Ist Deutschland zu langsam für Elon Musk?

Im Juli wollte man mit der Produktion von Elektroautos in der Gigafactory Berlin-Brandenburg beginnen. Dieser Termin wird aber schwer einzuhalten sein, ohne endgültige Baugenehmigung, Anwohner und Naturschützer stellen sich bei diesem Projekt von Elon Musk quer und fürchten Einbußen für die Natur  und das Trinkwasser. Diese Einwände von der lokalen Bürgerinitiative "Grünheide gegen Gigafactory"müssen öffentlich diskutiert werden – und das dauert.

Die Bürokratie bremst

Als sich Musk im November 2019 für den Bau eines Tesla-Werks in Grünheide im Süden von Berlin entschied, war das für die brandenburgische Landesregierung ein Grund zum Freuen. Man hoffte auf neue Arbeitsplätze, denn 12.000 Mitarbeiter sollen im Grünheide Werk jährlich 500.000 Elektroautos fertigen. Doch langsam kehrt Realismus ein. Der 2.000-seitige Genehmigungsantrag vom Dezember 2019 wird ständig überarbeitet und angepasst. Dennoch hat Musk „vorzeitige Maßnahmen“ ergriffen, um den Bau seines deutschen Werks voranzutreiben. Laut RBB24.de dürfen „Umweltämter einzelne Bauschritte schon erlauben, bevor der endgültige Bescheid erteilt ist – für den Fall, dass dieser wahrscheinlich ist und wenn die Bauschritte wieder rückgängig gemacht werden können, falls die endgültigen Genehmigung wider Erwarten doch ausbleibt.“

Der Unternehmer macht Druck

Elon Musk ist von Verzögerungen natürlich nicht begeistert und setzt dabei laut Spiegel.de auf das Argument, dass „das Tesla-Werk mit seiner angestrebten Produktionskapazität von 500.000 Elektro-Pkw helfen könnte, dass jedes Jahr etwa 15 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen auf Europas Straßen vermieden werden.“ So soll eine Verzögerung der Genehmigung um nur einen Monat „zu über einer Million Tonnen zusätzlicher CO₂-Emissionen führen“.

Löst Musk den nächsten Boom aus?

Wir dürfen gespannt sein, wann in Grünheide der erste Tesla vom Band rollt. Immerhin richtet sich das Augenmerk der Öffentlichkeit nun noch mehr auf die Aktivitäten des Milliardärs. Schließlich löste sein Investment in Kryptowährungen einen neuerlichen Boom aus, der immer noch anhält. Gut möglich also, dass der Unternehmer auch die Elektromobilität auf ein neues Niveau anheben wird.

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