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Wie entsteht Geld im Finanzsystem?

Georg Steiner
| 4 Lesezeit:

Das Finanzsystem ist ein komplexes Netzwerk aus Banken, Investoren und Regulierungsbehörden. Eine der grundlegenden Fragen, die sich viele Menschen stellen, ist, wie eigentlich Geld geschaffen wird. Immerhin ist Geld das Fundament unseres Wirtschaftssystems. Wir gehen der Frage auf den Grund und klären, wie im Finanzsystem neues Geld entsteht.

Euro Druck

Die Grundlage des Finanzsystems ist die Geldschöpfung. In der Theorie wird neues Geld durch die Kreditvergabe der Banken erzeugt. Das bedeutet, dass eine Bank Geld aus dem Nichts erzeugen kann, indem sie einem Kunden einen Kredit gibt. In der Praxis ist das jedoch nicht so einfach.

Aus dem Nichts erschaffen?

Ein Beispiel: Herr Müller möchte sich ein neues Auto kaufen und geht deshalb zu seiner Hausbank. Dort beantragt er einen Kredit in Höhe von 20.000 Euro. Die Bank prüft seine Bonität und entscheidet, ob sie ihm den Kredit geben möchte. Wenn ja, dann wird der Kreditbetrag auf das Konto von Herrn Müller überwiesen. Damit hat die Bank neues Geld in Höhe von 20.000 Euro geschaffen.

Dieses Geld ist jedoch nicht aus dem Nichts entstanden, sondern es gibt bestimmte Regeln, die die Banken einhalten müssen. Das Konzept der Geldschöpfung basiert auf der Annahme, dass Kredite später zurückgezahlt werden. Wenn Herr Müller seinen Kredit zurückzahlt, wird das Geld wieder vernichtet und aus dem System genommen. Das bedeutet, dass neues Geld nur dann entsteht, wenn es einen Schuldner gibt, der einen Kredit aufnimmt.

Anders als beispielsweise bei Bitcoin gibt es in der Geldschöpfung keine Obergrenze. Theoretisch könnten Notenbanken so lange Geld drucken, bis das Vertrauen in die Währung zusammenbricht. Befürworter von Bitcoin sehen die von Beginn an definierte Obergrenze als ultimative Wertsicherung für eine Währung an.

Die Mindestreserve sichert die Banken

Das Geldschöpfungssystem hat jedoch auch seine Grenzen. Die Zentralbanken spielen hierbei eine wichtige Rolle. Sie regulieren die Geldmenge im System, indem sie den Banken bestimmte Regeln vorschreiben. Eine der wichtigsten Regeln ist die Mindestreserveanforderung. Die Banken müssen einen gewissen Prozentsatz ihrer Einlagen als Reserve bei der Zentralbank hinterlegen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Banken genug Liquidität haben, um auf kurzfristige Abhebungen reagieren zu können.

Notenbanken agieren verstärkt als Käufer und Verkäufer

Die Zentralbanken haben jedoch auch die Möglichkeit, direkt in den Geldschöpfungsprozess einzugreifen. Eine Möglichkeit ist die offene Marktpolitik. Dabei kauft oder verkauft die Zentralbank Staatsanleihen auf dem Markt. Wenn sie Staatsanleihen kauft, dann gibt sie den Banken neues Geld, da sie die Staatsanleihen mit neuem Geld bezahlt. Dadurch erhöht sich die Geldmenge im System. Wenn die Zentralbank Staatsanleihen verkauft, dann wird Geld aus dem System entfernt und die Geldmenge sinkt.

Zinssenkungen kurbeln die Wirtschaft an, Erhöhungen bremsen

Die Zentralbanken haben auch die Möglichkeit, den Leitzins zu beeinflussen. Wenn sie den Leitzins senken, dann werden Kredite billiger und es wird einfacher für Unternehmen und Privatpersonen, Kredite aufzunehmen. Dadurch steigt die Kreditnachfrage und es entsteht mehr neues Geld im System. Wenn die Zentralbank den Leitzins erhöht, dann wird das Gegenteil bewirkt.

Die Geldschöpfung durch Kreditvergabe birgt sowohl für Banken als auch für Kunden bestimmte Gefahren. Hier sind einige der wichtigsten Risiken:

  1. Kreditausfallrisiko: Wenn eine Bank Kredite vergibt, besteht immer das Risiko, dass der Kreditnehmer den Kredit nicht zurückzahlen kann. Dies kann für die Bank zu erheblichen Verlusten führen und sie in eine finanzielle Schieflage bringen.
  2. Liquiditätsrisiko: Wenn viele Kunden ihre Einlagen bei einer Bank abheben, kann dies zu einem Liquiditätsproblem führen. Wenn die Bank nicht genug Liquidität hat, um die Einlagenabhebungen zu finanzieren, kann sie in Schwierigkeiten geraten.
  3. Systemisches Risiko: Wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät oder ausfällt, kann dies auch Auswirkungen auf das gesamte Finanzsystem haben. Wenn eine Bank viele Kredite vergeben hat, die später ausfallen, können auch andere Banken betroffen sein, die Geschäfte mit der betroffenen Bank gemacht haben.
  4. Inflation: Wenn die Geldmenge im System zu schnell und unkontrolliert wächst, kann dies zu einer Inflation führen. Wenn es zu viel Geld gibt, steigt auch die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, was wiederum zu steigenden Preisen führt.
  5. Verschuldung: Wenn es zu einfach ist, Kredite aufzunehmen, kann dies zu einer Überschuldung von Privatpersonen und Unternehmen führen. Eine hohe Verschuldung kann zu Zahlungsproblemen führen und die wirtschaftliche Stabilität beeinträchtigen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten dieser Risiken nicht nur für Banken, sondern auch für Kunden gelten. Wenn Kunden zu viele Schulden aufnehmen, können sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten und ihre Kreditwürdigkeit verlieren. Wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät, kann dies auch Auswirkungen auf die Einlagen und Kredite der Kunden haben.

Um diese Risiken zu minimieren, müssen Banken und Kunden verantwortungsbewusst mit Krediten umgehen. Banken müssen sicherstellen, dass sie genug Liquidität haben, um Einlagenabhebungen zu finanzieren, und Kredite nur an bonitätsstarke Kunden vergeben. Kunden müssen sicherstellen, dass sie sich nicht übermäßig verschulden und ihre Kredite rechtzeitig zurückzahlen. Eine verantwortungsvolle Kreditvergabe und Kreditnutzung sind wichtig, um das Finanzsystem stabil zu halten und das Risiko von finanziellen Krisen zu minimieren.

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