Was bedeutet die Zinswende für Bitcoin?

Georg Steiner
| 2 min read

Lange wurde die Zinswende erwartet, nun ist es so weit. Die amerikanische Notenbank FED hat wie erwartet angekündigt, die Zinsen schrittweise anzuheben. Gleichzeitig beendet sie ihre Wertpapierankäufe schneller als gedacht und wird diese bereits Ende März stoppen. 

Damit nicht genug, halten die Notenbanker sechs Zinsanstiege in den nächsten zwei Jahren für wahrscheinlich. Derzeit halten sie ein Zinsniveau von 1,9 Prozent mit Ende des Jahres für angemessen. Diese klaren Aussagen werfen die Frage auf, welche Auswirkungen das Andrehen der Zinsschraube auf Bitcoin haben wird.

Der Grund für den radikalen Grundwechsel liegt auf der Hand. Die Inflation steigt weiterhin dramatisch an, mittlerweile halten Ökonomen im Sommer sogar zweistellige Raten für möglich. 

Die EZB hat freien Blick in die Zukunft

Europa hinkt ein wenig hinterher, hat jedoch in den letzten Monaten immer nachgezogen. Sollten die Inflationsraten in den USA weiter ansteigen, können die Notenbanker in der EZB schon vorab sehen, was sie erwartet.

Für Bitcoin und alle anderen Kryptowährungen ist die Anhebung der Zinsen grundsätzlich keine gute Nachricht. Bisher profitieren die digitalen Assets von der Niedrigzinspolitik, weil Anleger Alternativen suchten und fanden. Bitcoin diente vielen Investoren als Geldspeicher.

Die Märkte reagierten positiv 

Daher könnte die zunächst positive Reaktion der Krypto-Märkte auf die Ankündigung der FED überraschen. Doch diese begründet sich mit dem Ende der Unsicherheit. Bisher konnten man sich lediglich auf Spekulationen über Art und Umfang der Zinswende verlassen, nun herrscht Klarheit.

 

Dies wissen Investoren besonders zu schätzen, daher kam es auch zu keinem Kurseinbruch bei Bitcoin. Die erste Zinserhöhung von 0,25 Prozent auf eine Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent liegt am unteren Ende der Erwartungen. Manche Analysten hatten sogar damit spekuliert, dass die FED die Zinsen sofort um 0,50 Prozent anheben würde.

Da sich die Ankündigungen im Rahmen dessen bewegen, was allgemein erwartet wurde, blieb eine negative Reaktion aus. Die Zinswende wurde schließlich in den Kursen der letzten Wochen bereits eingepreist.

Balanceakt zwischen Inflationsbekämpfung und Rezessionsgefahr

Jetzt kommt es für die Notenbanken darauf an, in den nächsten Monaten einen Balanceakt zu schaffen. Wenn sie ihrem Ruf als Stabilisator gerecht werden wollen, dürfen sie die Zinsen nicht zu schnell und nicht zu stark anheben. Anderenfalls drohen Staaten und Unternehmen mit zahlreichen Pleiten eine Rezession auszulösen.

Das wird angesichts der weltpolitischen Lage alles andere als einfach. Neben dem aktuellen Krieg in der Ukraine ist ein schnelles Ende der Pandemie weiterhin nicht absehbar. Kommt es in dieser Lage auch noch zu einer Rezession, werden alle Prognosen neuerlich über den Haufen geworfen.

Bitcoin bleibt weiterhin krisenresistent

Für Investoren bedeutet dies, auch in Zukunft wachsam zu sein. Bitcoin zeigt sich weiterhin krisenresistent, das muss jedoch nicht immer so bleiben. Als nächsten Schritt erwarten Experten eine baldige Reaktion der EZB. Denn auch Europa stöhnt bereits unter den Auswirkungen der hohen Inflationsraten. Dies werden aktuell von den ständig steigenden Energiepreisen weiter befeuert, das verstärkt die Rufe nach einem baldigen Handeln der Währungshüter.

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