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Vitalik Buterin sieht verschiedene Skalierungsstrategien für Ethereum L2-Lösungen vor

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Source: YouTube/ VICE News

Der Mitbegründer von Ethereum, Vitalik Buterin, hat eine umfassende Analyse veröffentlicht, die tief in die komplizierte Welt der Layer 2 (L2) Lösungen auf der Blockchain eindringt.

In einem Bericht zur Kettenanalyse, der am 31. Oktober veröffentlicht wurde, bestätigte Buterin das schnelle Wachstum des L2 Ökosystems und hob insbesondere die Segmente der ZK-EVM (Zero-Knowledge Ethereum Virtual Machine) Rollups hervor, die in Top-Projekten implementiert wurden.

Zu diesen Projekten gehören Arbitrum, StarkNet, Optimism, Scroll, Taiko und Kakarot.

Er lobte die verbesserten Sicherheitsmaßnahmen und bezeichnete L2beat als zuverlässige Quelle für die Zusammenfassung des Stands der einzelnen Projekte.

Eine bemerkenswerte Beobachtung in Buterins Bericht ist die wachsende Vielfalt innerhalb der verschiedenen L2-Skalierungslösungen, die auf drei Hauptfaktoren zurückzuführen ist – den Antrieb von L1, zentralisierte Projekte und nicht-finanzielle Anwendungen.

Dies basiert jedoch auf der Art und dem Wert der Aktivitäten, die auf der Kette durchgeführt werden, und erkennt an, dass nicht alle Aktivitäten das gleiche Maß an Sicherheit erfordern.

Buterin wies auch darauf hin, dass Ethereum L1-Nutzer zwar an die mit Transaktionen verbundenen Gebühren gewöhnt sind, neue Nutzer jedoch nicht, insbesondere wenn sie aus einer gebührenfreien Umgebung kommen.

Trade-Offs zwischen Rollups, Validiums und abgekoppelten Systemen

Der Mitbegründer von Ethereum analysierte außerdem verschiedene L2-Skalierungslösungen, insbesondere Rollups, Validiums und Disconnected Systems, auf der Grundlage ihrer Sicherheits- und Skalierungsfähigkeiten.

Anhand eines detaillierten Diagramms ging Buterin darauf ein, wie sicher Nutzer sein können, wenn sie ihre Assets von der L1 zu diesen L2-Lösungen und zurück zur L1 verschieben. Dazu gehört auch die Bewertung des Risikos und der Sicherheit, die mit diesen Verschiebungen verbunden sind.

Source: Vitalik Buterin Analysis Report

Er hob Lösungen wie eine validierende Bridge hervor und erklärte, dass die Kosten für die native Datenverfügbarkeit von Ethereum im Vergleich zu den Anforderungen der Anwendungen das entscheidende Merkmal für die Wahl zwischen verschiedenen L2-Projekten sein werden.

Buterin wies darauf hin, wie wichtig die Fähigkeit eines Systems ist, die Ethereum-Blockchain auf vertrauenswürdige Weise zu lesen, und welche Auswirkungen dies auf die Sicherheit hat.

Source: Vitalik Buterin’s Analysis Report

Er schlug auch zwei mögliche Lösungen vor, um diese Bedenken auszuräumen – die Sicherstellung, dass sich die Top Chain auf abgeschlossene Blöcke verlässt oder die Möglichkeit, die Top Chain im Falle einer Blockchain-Umkehr anzupassen.

Der Mitbegründer erläuterte das Konzept der Umwandlung einer separaten Kette in ein Validium durch eine bidirektionale Validierungsbrücke.

Er wies jedoch darauf hin, dass Fälle wie der Umgang mit 51%-Angriffen oder Hard-Fork-Upgrades bei Ethereum mehr als nur technische Lösungen erfordern, möglicherweise auch soziales Engagement.

Abschließend ging Buterin auf die Sicherheitsaspekte der Anbindung an Ethereum ein, insbesondere in Bezug auf Abhebungen auf Ethereum und das Auslesen von Daten.

Source: Vitalik Buterin’s Analysis Report

Er glaubt, dass der Wert von Projekten, die über verschiedene Ketten hinweg eingesetzt werden, einen Übergangspfad mit Ethereum schaffen wird, wenn sich die Technologie weiterentwickelt.

Buterins analytischer Einblick wurde von wichtigen Krypto- und ETH-Enthusiasten auf X (früher Twitter) aufgenommen.

Insbesondere der Nutzer ‘@cryptocupid_eth’ wies darauf hin, dass die von Buterin hervorgehobenen Schlüsselaspekte bezüglich der Konnektivität von Ethereum mit den Beiträgen von ‘Ethscriptions’ übereinstimmen, ähnlich wie bei L2-Lösungen.

Es gab jedoch Bedenken hinsichtlich des Einsatzes der Technologie, um eine dauerhafte und sinnvolle Akzeptanz von Ethereum zu erreichen.

Ein anderer X-Nutzer ‘@SasuRobert’ argumentierte, dass die beliebten Chains langsam sind, voller Einschränkungen für Entwickler und mit Schwachstellen, an denen Nutzer scheitern können.

Außerdem schlug er vor, dass bessere Standards und die Schaffung skalierbarer Systeme und anwendungsorientierter L2s erforderlich sind, um das Basisnetz zu erweitern.