Ripple Kursprognose: Fällt XRP infolge regulatorischen Drucks auf 0,20 $?

Ripple Crash

Deutliche Kursgewinne verzeichnet der digitale Währungsmarkt am Wochenende. Doch für XRP sieht es mal wieder gar nicht so gut aus. Mit einer evidenten Underperformance notiert XRP weiterhin rund um 0,53 US-Dollar.

Während Solana beispielsweise in den letzten 24 Stunden um 4,5 Prozent steigt oder der Bitcoin fast 2 Prozent fester notiert, läuft es bei XRP einfach nicht. Year-to-Date beläuft sich die Performance schon auf -14 Prozent. Der Start in das neue Krypto-Jahr ist missglückt. Eigentlich sollte doch 2024 alles anders werden und der Markt endlich XRP wieder höher bewerten, so die XRP-Bullen der leidenschaftlichen Ripple-Community.

Doch aktuell sieht es erneut nach einem durchwachsenen Jahr für XRP aus, obgleich es für eine valide Beurteilung im Januar natürlich noch zu früh ist. Der Kryptomarkt ist dynamisch und schnelllebig. Das Sentiment dreht mitunter rasch. Dennoch haben die Bären vorerst das Ruder übernommen und halten XRP unter charttechnisch wichtigen Kursmarken. Auch der regulatorische Druck der SEC nahm zuletzt wieder zu. Fällt XRP nun bald auf 20 US-Cent oder und sollten Händler sich lieber von ihren XRP Coins trennen? 

XRP rutscht unter Schlüsselsupport: Finger weg? 

Technisch sehen wir aktuell hier eine erste Gegenbewegung, bei welcher sich XRP aktuell wieder in Richtung Widerstandslevel zwischen 0,53-0,56 US-Dollar bewegt. Der MACD-Indikator offenbart eine erste Trendwende, auch die MACD-Linien könnten zeitnah bullisch überkreuzen und diesen verhalten positiven Eindruck bestätigen. Unterhalb des Supports zwischen 0,53-0,56 US-Dollar drängt sich ein Einstieg aber wohl nicht auf.

XRP

Verfahren gegen SEC schwelt weiter und belastet XRP 

Zuletzt hat die US-Börsenaufsicht SEC ihre juristischen Bemühungen gegen Ripple verstärkt, nachdem es einige Zeit verdächtig ruhig bei der Anklage war. Kürzlich forderte die SEC dann bei einem New Yorker Gericht, dass Ripple zusätzliche Finanzdokumente vorlegen muss.

Zugleich zeigt eine weitere Entwicklung, dass es im Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht voran geht. Nachdem Ripple bereits am 19. Januar gegen den vorliegenden Antrag der SEC Widerspruch erhoben hatte, erlaubte das Gericht Ripple weiterhin, einen sogenannten “Sur-Reply” einzureichen. Diese zusätzliche juristische Stellungnahme gibt Ripple die Möglichkeit, detailliertere Argumente vorzubringen, um das Gericht von einer Ablehnung des Antrags der SEC zu überzeugen. 

James Filan, der Anwalt von Ripple Labs, betonte diese Entwicklung in einem Tweet auf X und informierte, dass die Sur-Reply im laufenden Rechtsstreit zwischen SEC und Ripple genehmigt wurde.

Die Verhandlung im wichtigen Fall ist für April angesetzt. In den letzten Monaten verfolgte die SEC zudem Strafverfolgungsmaßnahmen gegen mehrere führende US-Kryptobörsen, einschließlich Coinbase und Binance. Trotz der Genehmigung des Spot-ETFs zeigt die SEC weiterhin eine strenge Haltung gegenüber der Kryptobranche. Gary Gensler scheint (noch) nicht gewillt, von seinem Weg abzurücken.

In einem richtungsweisenden Beschluss im Juli 2023 erklärte die zuständige Richterin Analisa Torres, dass XRP zumindest beim Verkauf an Privatanleger kein Wertpapier darstellt. Anleger warteten jahrelang auf dieses Urteil – der Ripple Kurs schoss in wenigen Stunden um fast 100 Prozent nach oben. Im Laufe der vergangenen Monate wurden diese Kursgewinne jedoch wieder vollständig abgegeben. 

XRP-Halter: Opportunitätskosten beachten!

XRP-Investoren sollten sich nicht nur damit zufriedengeben, ihr Investment zu erhalten oder Verluste zu vermeiden. Selbst moderate Zuwächse bei XRP müssen je nach Marktlage unterschiedlich bewertet werden. Denn hier ist es wichtig, die Opportunitätskosten zu berücksichtigen, insbesondere in Phasen, in denen ein neuer Bullenmarkt andere Kryptowährungen zu signifikanten Kurssteigerungen führt. Anleger müssen damit auch 2024 abwägen, ob die Rendite von XRP im Vergleich zu anderen, möglicherweise besser performenden Kryptos zufriedenstellend ist. Denn bei weiterer Rechtsunsicherheit könnten die Opportunitätskosten schnell wachsen, obgleich ein neuer Ripple-Crash auf 0,20 US-Dollar aktuell nicht indiziert scheint.

Ohne regulatorische Klarheit dürfte XRP tendenziell verhalten notieren. Kursgewinne und volatile Handelsentwicklungen sind jederzeit möglich. Doch eine Vervielfachung oder ein Kurs über 1 US-Dollar werden wohl positive News in puncto Regulierung benötigen.

Wer also auf überdurchschnittliche Renditen zielt, sollte sich vorerst mit anderen Projekten beschäftigen. Hierfür eignen sich insbesondere geringer kapitalisierte Coins, die relativ eine höhere Upside bieten könnten. Unser Industry-Talk-Team informiert im Beitrag über „neue Kryptowährungen“ kontinuierlich über spannende Chancen im digitalen Währungsmarkt. Wer auch mal etwas spekulativer auf überdurchschnittliche Renditen zielt, könnte hier einen Blick auf die aktuell gehypten Projekte werfen.

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