20 Nov 2021 · 2 min read

Ripple fordert die US-Finanzmarktaufsicht SEC heraus

Die Anklage der amerikanischen Finanzaufsichtsbehörde gegen Ripple beschäftigt weiter die Krypto-Branche. Immerhin wirft die SEC Ripple vor XRP ohne Genehmigung verkauft zu haben. Bei dem Coin handelt es sich laut Ansicht der Behörde um ein Wertpapier, daher hätte dessen Verkauf vorher genehmigt werden müssen.

Pixabay

Ganz anderer Ansicht ist da Ripple selbst. Deren Boss, Brad Garlinghouse, wirft der SEC eine Ungleichbehandlung vor. Immerhin würde die Behörde Ethereum anders behandeln als Ripple und hätte so dazu beigetragen, dass ETH zur zweitgrößten Kryptowährung der Welt aufgestiegen sei. Die rechtliche Klarheit, mit der Ethereum nun am Markt operieren könne, hätte dem Coin einen massiven Vorteil verschafft.

Nur noch auf Platz acht

Beobachter warten gespannt darauf, wie sich das gerichtliche Match zwischen Ripple und der SEC weiter entwickelt. Schließlich hätte der Ausgang des Verfahrens große Auswirkungen auf die weitere Zukunft von Ripple. Die Kryptowährung ist im Ranking der wichtigsten Coins der Welt deutlich abgerutscht und befindet sich aktuell nur noch auf Platz acht.

Im Dezember hatte die SEC Anklage eingereicht und forderte von Ripple eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar. Als Grund gab die Behörde an, dass das Unternehmen seine Coins, die als Wertpapiere einzustufen seien, ohne Genehmigung verkauft hatte. Ripple sieht dies jedoch ganz anders und plädiert auf nicht schuldig. Der Anwalt James K. Filan beobachtet den seither laufenden Prozess aufmerksam und fasste zuletzt auf Twitter zusammen was nun in den nächsten Monaten passieren wird.

Beide Gegner bringen sich in Stellung

Bis zum 12. November hatte die beiden Prozessparteien Zeit ihre Stellungnahmen zu den schon vorgelegten Beweisen einzureichen. Bis 6. Dezember haben die Kläger von der Börsenaufsicht noch Gelegenheit dem Gericht nach einem Beschluss weitere Unterlagen vorzulegen.

Darin muss die SEC nachweisen, dass Ripple in seinen Verträgen Gewinnerwartungen formuliert habe. Fraglich ist weiter, ob und welche Anstrengungen Ripple unternommen hat, den Wert seines Coins XRP weiter zu steigern. Zahlreiche Verträge fallen lauf Ansicht von Ripple nicht unter US-, sondern unter internationales Recht. Hier hat das Gericht die Kläger aufgefordert Stellung zu beziehen. Darüber hinaus möchten die Richter weitere zahlreiche Detailinformationen erhalten, darunter zur Befragung von Zeugen.

Werfen interne Unterlagen ein Licht auf die Hintergründe?

Doch auch Ripple ist gefordert weiteren Anweisungen Folge zu leisten. So muss das Unternehmen bis 14. Januar 2022 Unterlagen zur internen Kommunikation vorlegen. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die beiden Konfliktparteien darin bekämpfen Zugang zu internen Unterlagen zu bekommen. Denn auch Ripple möchte wissen, wie die SEC die Lage intern beurteilt hat. Ein Kompromiss ist also weiterhin nicht in Sicht.

Anwalt James K. Filan geht davon aus, dass es voraussichtlich erst im Jahr 2022 zum großen Showdown zwischen der Börsenaufsicht SEC und Ripple kommen wird. Derzeit arbeiten beiden Seiten hinter den Kulissen hart daran, sich im Verfahren Vorteile zu verschaffen. Für Ripple ist die Situation jedenfalls unbefriedigend.

Denn so lange es zu keiner endgültigen Entscheidung über die mögliche Bewertung von XRP als Wertpapier kommt, bleibt der Handel des Coins in den USA ausgesetzt. Das behindert die Kursentwicklung deutlich. Die SEC hingegen ist scheinbar fest entschlossen ein Zeichen zu setzen. Eine Einigung in letzter Minute erscheint daher derzeit wenig wahrscheinlich. Beide Seiten suchen die Entscheidung.

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