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Österreichische Wirtschaftsministerin: "Europa überreguliert Blockchain"

Von Tim Alper
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Margarete Schramböck. Quelle: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

Margarete Schramböck, die österreichische Wirtschaftsministerin, hat vorgeschlagen, dass das Land gegen den europäischen Trend handeln könnte, indem es seinen Sektor Blockchain-Technologie unreguliert lässt.

Laut einem Bericht bei Trending Topics sagte Schramböck: "Wir brauchen keine Blockchain-Vorschriften. Europa hat eine starke Tendenz zur Überregulierung. Und dann sind die Leute überrascht zu sehen, dass es keine europäischen Unternehmen unter den Top 10 der Welt gibt [Blockchain-Unternehmen]!"

Schramböck sprach auf dem ANON Blockchain Summit in Wien, der später am heutigen Tag zu Ende geht.

Die Gedanken der Ministerin wurden von Marta Piekarska, Direktorin für Ökosysteme bei Hyperledger, geteilt, die sagte: "Wir regulieren keine Technologien wie maschinelles Lernen oder C++". - und die Frage aufkommen lassen, dass, wenn das der Fall wäre, warum sollte die Blockchain anders sein?

Die Äußerungen von Schramböck scheinen im Widerspruch zu den Äußerungen des Leiters der Regulierungsbehörde Finanzmarktaufsicht (FMA) Klaus Kumpfmüller zu stehen, ebenso wie von derselben Medienstelle.

Kumpfmüller schlug vor, dass die Vorschriften für Initial Coin Offerings (ICOs) durchaus in den Pipelines liegen könnten. Die FMA hat im vergangenen Jahr Regulierungsvorschläge bei den Ministerien eingereicht - obwohl die Tatsache, dass die Gesetzgebung noch nicht umgesetzt ist, darauf hindeuten könnte, dass die Regierung tatsächlich einen Sinneswandel vollzogen hat.

Wenn Österreich sich entscheidet, eine Laissez-faire-Haltung zu den Vorschriften zu verfolgen, kann es sich in Europa durchaus alleine wiederfinden. Jüngste Regierungsaktivitäten in Frankreich, Deutschland, Russland, Schweiz und Großbritannien scheinen darauf hinzudeuten, dass Fintech-Vorschriften in der einen oder anderen Form wahrscheinlich auf dem Weg sind.

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