Mit einer neuen Kryptowährung die Inflation besiegen?

Georg Steiner
| 2 min read

Eine neue Kryptowährung namens Nuon verspricht ihren Wert automatisch an die jeweilige Inflationsrate anzupassen. Dabei handelt es sich um einen Stablecoin, der sich mithilfe eines Algorithmus anpasst. Doch angesichts des Crashs von TerraUSD zeigen sich Experten skeptisch, auch wenn Ethereum-Gründer Vitalik Buterin und Coinbase-Boss Brian Armstrong sich von der Idee angetan zeigen.

Beim Zusammenbruch des Terra-Ökosystems gingen bis zu 60 Milliarden Dollar an Geldern verloren. Aktuell kämpfen die Investoren darum, die Schuldigen vor Gericht zu bringen. Da ist es kein Wunder, dass Skepsis aufkommt, wenn ein neuer Coin auf einen Algorithmus vertrauen möchte, der seinen Wert automatisiert anpasst.

Ethereum-Gründer sieht Vorteile

Was Nuon von anderen Stablecoins unterscheidet, ist nicht nur der versprochene Schutz vor Kaufkraftverlust, sondern auch die Bindung. Diese erfolgt nicht an klassische Vermögenswerte oder andere Kryptowährungen.

Daher bezeichnet sich Nuon auch selbst als „Flatcoin“. Die Idee hatte vor einigen Monaten schon Vitalik Buterin aufgegriffen. Er argumentierte, dass die Bindung an einen echten Verbraucherpreisindex Konzentrations- und Regulierungsrisiken vermeiden könnte.

Angesichts der unsicheren Entwicklungen in der Weltwirtschaft ziehen neue Kryptowährungen verstärkt das Interesse der Anleger auf sich. So hat beispielsweise Dash 2 Trade in nicht einmal einer Woche während des Vorverkaufs über 3,4 Millionen Dollar eingebracht. Der Start ist für das erste Quartal 2023 geplant, dann soll der D2T-Coin auch an den Märkten erhältlich sein.

Ein Algorithmus berechnet die „echte Inflation“

Derzeit befindet sich das Projekt des Blockchain-Unternehmens Laguna Labs in der Testphase. Gedeckt wird der Token durch den Gegenwert in Ether. Die Wertanpassung nimmt ein Algorithmus mit dem Namen „Truflation“ vor. 

Er basiert angeblich auf 40 Datenquellen und zieht echte Marktpreise zur Berechnung einer „echten Inflation“ heran. So möchten die Erfinder eine tatsächliche Inflationsrate abbilden, die sich, wie die Erfahrung zeigt, zumeist stark von der offiziellen unterscheidet. Diese ist zumeist deutlich niedriger, weil die Zusammensetzung des Warenkorbs die Höhe entscheidend beeinflusst.

Ob das Projekt tatsächlich auf einem soliden Fundament aufbaut, wird die Zukunft beweisen. Schon in der Vergangenheit galt Bitcoin als Möglichkeit, der Inflation ein Schnippchen zu schlagen, doch aktuell zeigen haben fast alle Anlageklasse Probleme diese Erwartungen zu erfüllen.

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