Millionenverlust: Bitpanda muss Umsatzrückgang von 2 Drittel verkraften

Georg Steiner
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Der Kryptowinter ist in den Bilanzen der Unternehmen angekommen. Das österreichische Start-up Bitpanda schrieb im Vorjahr einen Verlust von 116 Millionen Euro, der Umsatz brach auf 90 Millionen ein.

Kryptoplattform Bitpanda

Der Kurseinbruch bei den Kryptowährungen ist jetzt auch in der Bilanz von Bitpanda sichtbar geworden. Die Ergebnisse des Jahres 2022 sind verheerend. Denn hier mussten nicht nur die Bestände an Bitcoin und Co wertberichtigt werden, die Krise zeigt sich auch in einem Rückgang des Geschäftsgangs.

Mehr Verlust als Umsatz


Wie das Finanzportal Finance FWD berichtet übertraf der Jahresverlust 2022 sogar den Jahresumsatz. Das ist laut Aussage von Bitpanda jedoch auf umfangreiche Wertberichtigungen zurückzuführen, die nach der Umgründung des Unternehmens notwendig geworden waren. Mittlerweile hat Bitpanda seinen Sitz nicht mehr in Wien, sondern in der Schweiz.

Doch laut Aussage der Geschäftsführung soll es schon bald wieder bergauf gehen. Anlass dazu gibt es durchaus, schließlich hat Bitpanda dieses Jahr eine Lizenz für Deutschland erhalten und kann daher hierzulande offiziell Werbung für seine Leistungen machen. Laut eigenen Angaben überschritt die Krypto-Handelsplattform im Sommer 2023 die 1-Million-Kunden-Grenze in Deutschland.

Daneben hat eine große Raiffeisenbank angekündigt, eine Kooperation mit Bitpanda eingehen zu wollen. Bis zum Ende des Jahres sollen Raiffeisen-Kunden in Österreich Zugang zu Kryptowährungen erhalten. Doch die Bilanz 2022 stoppt den Höhenflug der Vergangenheit vorerst.

Schon 2023 Rückkehr in die Gewinnzone?


Schon im Vorjahr reagierte Bitpanda auf die sich abzeichnenden Probleme und musste zahlreiche Mitarbeiter entlassen. Jetzt bekommt das Unternehmen den Rückgang des Interesses zu spüren und kann sich von den rückläufigen Zahlen nicht abkoppeln. Der Kryptowinter trifft auch neue Projekte, wie Bitcoin Minetrix, die sich aktuelle auf die Suche nach Anlegern machen.

Doch gleichzeitig blickt man in Wien auch nach vorne. Die Geschäftsführung sieht den Markt in einer Konsolidierungsphase und glaubt im nächsten Zyklus an ein starkes Wachstum. Schon in diesem Jahr möchte man bei Bitpanda in die Gewinnzone zurückkehren. Zudem möchte die Handelsplattform das Geschäft mit Aktien und ETFs weiter forcieren, um von den Schwankungen im Kryptomarkt unabhängiger zu werden.