Mainstream-Medien lehnen weitere Schwärzungen von Kundendaten im FTX-Konkursverfahren ab

Jai Pratap
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Prominente Medien, darunter Bloomberg, Dow Jones & Company, die New York Times und die Financial Times, haben Einspruch gegen einen gemeinsamen Antrag der Schuldner und des Official Committee of Unsecured Creditors erhoben, in dem eine weitere Schwärzung von Daten im FTX-Konkursverfahren gefordert wird.

Der Antrag forderte die Genehmigung, die Schwärzung vertraulicher Kundendaten um weitere 90 Tage zu verlängern, um die Namen, Adressen und E-Mail-Adressen aller Kunden der Schuldner, einschließlich der Unternehmen und institutionellen Gläubiger, die ebenfalls Kunden waren, zu erfassen.

Medienunternehmen widersprechen dem Antrag der Schuldner auf Schwärzung von Kundendaten

Die Streithelfer aus dem Medienbereich haben in einem Antrag an das Gericht ihre Bedenken über die fortgesetzte Schwärzung von Kundendaten zum Ausdruck gebracht.

Sie argumentierten, der Antrag enthalte keine wesentlichen neuen Beweise, die eine Verlängerung der Schwärzungsfrist rechtfertigen würden.

Die Medienanstalten betonten, dass die Angabe von laufenden Gesprächen mit Dritten als Grund für die Fristverlängerung keine ausreichende Begründung sei.

Diese Einwände sind Teil eines größeren Rechtsstreits zwischen den Medienunternehmen und FTX Trading Ltd. über die Schwärzung von Kundennamen in Gerichtsakten.

Im Dezember 2022 hatten die Medienintervenienten erfolgreich in das Insolvenzverfahren eingegriffen, um sich gegen die Schwärzung der Namen der FTX-Gläubiger in den Gerichtsunterlagen zu wehren. Ihrer Intervention wurde vom Gericht stattgegeben.

Trotz der Einwände von Media Intervenors gab das Gericht am 15. Juni 2023 einem gemeinsamen Antrag der Schuldner und des Official Committee of Unsecured Creditors teilweise statt und erlaubte die Schwärzung bestimmter Kundendaten für einen bestimmten Zeitraum.

Media Intervenors hat gegen diese Entscheidung umgehend Berufung eingelegt. Die Berufung ist derzeit beim United States District Court for the District of Delaware anhängig.

Datenschutz vor Transparenz

Der laufende Rechtsstreit unterstreicht das Spannungsverhältnis zwischen Datenschutz und Transparenz in Konkursverfahren.

Während die Schuldner und das Official Committee of Unsecured Creditors den Schutz von Kundendaten anstreben, plädieren die Media Intervenors für mehr Offenlegung und Transparenz in den Gerichtsunterlagen.

Das Gericht wird nun die Einwände der Media Intervenors in diesem komplexen Fall prüfen. Das Ergebnis könnte Auswirkungen auf den Umgang mit Kundendaten in Konkursverfahren haben und einen möglichen Präzedenzfall für zukünftige Streitigkeiten in diesem Bereich schaffen.