28 Nov 2022 · 2 min read

Letzte Chance für Ripple und XRP im Prozess gegen die SEC

Diese Woche entscheidet sich das Schicksal von Ripple im Kampf gegen die US-Börsenaufsicht. Seit Jahren kämpft das Unternehmen gegen eine mögliche Einstufung von XRP als Wertpapier. Am 30. November läuft eine wichtige Frist ab.

Justitia

Bis dahin haben die beiden Streithähne Zeit, letzte schriftliche Unterlagen vor Gericht vorzulegen. Beobachter gehen davon aus, dass an diesem Tag die Zeit für eine „gütliche“ Einigung abläuft. Danach wird das Gericht eine Entscheidung treffen, doch dessen Inhalt ist weiter offen.

Gespanntes Warten

Seit Dezember 2020, also bereits fast zwei Jahren, kämpfen Ripple und die SEC um eine Richtungsentscheidung. Wird XRP tatsächlich als Wertpapier eingestuft, so wie sich das die Börsenaufsicht wünscht, könnte dies gravierende Folgen für Ripple und die gesamte Kryptowelt haben.

Schon jetzt war Ripple gezwungen seine Aktivitäten in den USA einzufrieren, doch ein Urteil gegen XRP könnte das Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Schließlich wäre der Zeitpunkt für schlechte Nachrichten gerade alles andere als ideal.

Schlechter Zeitpunkt

Der vorherrschende Kryptowinter hat die Kurse nach unten gedrückt. Die FTX-Pleite wird voraussichtlich noch schärfere gesetzliche Vorgaben nach sich ziehen, als ohnehin schon geplant waren. Die hohe Inflation und die aufziehende Wirtschaftskrise drücken auf die Stimmung für volatile Assets.

Wenn jetzt auch noch XRP als Wertpapier eingestuft wird und Ripple damit zu Strafzahlungen verdonnert wird, ist dies das Letzte, was die Branche derzeit noch gebrauchen kann. So ein Urteil würde nicht nur Ripple bis ins Mark treffen, sondern voraussichtlich weitere Prozesse nach sich ziehen.

Nutzt die SEC die Gunst der Stunde?

Immerhin könnte die SEC ein Urteil zu ihren Gunsten dazu nutzen, um „aufzuräumen“ und die „lästige“ Kryptobranche massiv an die Leine zu nehmen. Doch vor Gericht und auf See liegt man in Gottes Hand, sagt ein altes Sprichwort.

Trotz aller positiven Einschätzungen für Ripple, was den Ausgang des Verfahrens betrifft, kann sich niemand sicher sein, wie die Richter entscheiden werden. Daher könnte der 30. November ein Wendepunkt werden.

Bis dahin könnten sich die beiden Streitparteien auf einen Vergleich einigen. Das hätte für beide Seiten Vorteile. Die SEC könnte eine Niederlage abwenden, Ripple könnte die Einstufung von XRP als Wertpapier verhindern.

Gesprengte Ketten

Doch die Vorteile eines Vergleichs liegen aus heutiger Sicht eher bei der SEC. Sie möchte sicherlich verhindern, dass ihre internen Diskussionen (Stichwort Hinman Rede) öffentlich werden und so der Eindruck entsteht, dass die Börsenaufsicht in ähnlichen Fällen unterschiedlich agiert.

Ripple hingegen könnte nur dann von einem Vergleich profitieren, wenn das Unternehmen in den USA wieder frei am Markt agieren könnte. Ob im Hintergrund bereits Vergleichsgespräche laufen oder nicht, ist nicht bekannt. Doch der 30. November könnte eine Vorentscheidung bringen, ob Ripple volles Risiko geht oder nicht.

Sollten sich die beiden Streithähne nicht außergerichtlich einigen, dann erwarten Beobachter ein Urteil im ersten Halbjahr 2023. Bei einer Entscheidung zugunsten von Ripple, wird XRP zweifellos ein Comeback feiern. Bei einem Urteil zugunsten der SEC droht der Kryptowinter in die Verlängerung zu gehen.

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