11 Okt 2021 · 2 min read

Krypto und Fiat im Wert von 1,8 Mio. USD bleiben in der Schwebe in Südkorea

Source: Adobe/mnimage

Bisher wurde knapp die Hälfte aller Kryptowährungen und Fiat von den südkoreanischen Börsen, die im letzten Monat geschlossen wurden, zurückerhalten - in Fiat umgewandelt und über Banken abgehoben oder zu anderen Börsen transferiert -, aber 1,8 Mio. USD sind zwei Wochen nach der Schließung immer noch nicht aufgetaucht.

Wie bereits berichtet, mussten zahlreiche Börsen am 25. September schließen, nachdem das Land einige der strengsten Vorschriften der Welt für Handelsplattformen erlassen hatte. Sie waren gezwungen, sich von der IT-Behörde der Regierung ein ISMS-Zertifikat (Information Security Management System) ausstellen zu lassen, um den Handel mit Kryptowährungen anbieten zu können, und sie mussten sich von Bankpartnern mit echtem Namen authentifizieren lassen, wenn sie auch den Handel mit Papiergeld anbieten wollten.

Wie die Segye Ilbo berichtet, versuchten 13 dieser Plattformen, eine ISMS-Zertifizierung zu erhalten, was ihnen jedoch nicht gelang, so dass sie schließen mussten. Nach Angaben der Financial Intelligence Unit (FIU) befanden sich auf diesen Plattformen Devisen und Münzen im Wert von insgesamt 3,5 Mio. USD.

Doch jetzt, über zwei Wochen später, sind nur 1,76 Mio. USD wiedergefunden worden.

Die FIU sagt, dass sie mit Ermittlungsbehörden zusammenarbeitet, um auf Bedenken zu reagieren, dass einige Börsen versuchen könnten, die Rückzahlung an ihre Kunden zu vermeiden, "wenn sie ihren Betrieb einstellen".

Den Börsen, die am 25. September geschlossen wurden, wurde mitgeteilt, dass sie 30 Tage lang in Betrieb bleiben müssen, um ihren Kunden das Geld zurückzuerstatten - wobei die Kunden auch aufgefordert wurden, sich zu beeilen und ihr Geld von diesen Plattformen abzuheben.

Das Medienunternehmen wies darauf hin, dass bei einigen Börsen "Serverprobleme" aufgetreten seien, die zu Verzögerungen geführt hätten.

Die FIU könnte sich jedoch mit einem weitaus heikleren Problem befassen, nämlich mit "geplanten Konkursen", bei denen Unternehmen versuchen, sich über das Rechtssystem für unfähig zu erklären, ihren Kunden Geld zurückzuzahlen.

Bisher wurden den Finanzbehörden noch keine derartigen Konkurse gemeldet, aber die Tatsache, dass so viele Kryptowährungen und Fiat-Gelder noch immer nicht eingefordert oder erstattet werden, gibt Anlass zu großer Sorge.

Insgesamt 36 Börsen wurden am 25. September vollständig geschlossen, darunter die bereits erwähnten 13 Börsen, die keine ISMS-Zertifizierung erhalten hatten. Dreiundzwanzig andere haben nicht einmal eine ISMS-Zertifizierung beantragt, was ein weiteres mögliches Minenfeld für nicht erstattete Kryptowährungen und Fiat-Gelder schafft.

Nur zwei Handelsplattformen (Upbit und Korbit) haben bisher eine FIU-Betriebsgenehmigung für Fiat-Märkte erhalten, wobei die Konkurrenten Bithumb und Coinone ebenfalls auf die Ergebnisse ihrer eigenen Anträge warten.

Eine weitere Gruppe von 25 Börsen erhielt die ISMS-Zertifizierung und darf somit Krypto-to-Krypto-Dienste anbieten.

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