Jamie Dimon von JPMorgan fordert die Regierung auf, Bitcoin abzuschalten – was ist passiert?

Ruholamin Haqshanas
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Während einer Anhörung des Bankenausschusses des Senats auf dem Capitol Hill hat Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, seine starke Ablehnung von Kryptowährungen, insbesondere von Bitcoin (BTC), zum Ausdruck gebracht.

Dimon reagierte mit seinen Äußerungen auf eine Frage von Senatorin Elizabeth Warren, in der er behauptete, dass Kryptowährungen nur von Kriminellen für Aktivitäten wie Drogenhandel, Geldwäsche und Steuervermeidung genutzt werden können.

Wenn er an der Regierung wäre, würde er Kryptowährungen ganz abschaffen.

Dimons Kommentare sind nicht völlig überraschend, da er in der Vergangenheit ein lautstarker Kritiker von Bitcoin und anderen digitalen Währungen gewesen ist.

Er hat Bitcoin bereits als “aufgeblasenen Betrug” bezeichnet und ihn sogar mit einem “Haustiergestein” verglichen.

Despite his negative stance on cryptocurrencies, JPMorgan has actively engaged with blockchain technology, the underlying technology behind

Trotz seiner ablehnenden Haltung gegenüber Kryptowährungen hat sich JPMorgan aktiv mit der Blockchain-Technologie beschäftigt, der Technologie, die Kryptowährungen zugrunde liegt, und war an verschiedenen Blockchain-Projekten beteiligt.

Dimon fand während der Anhörung auch Gemeinsamkeiten mit Senatorin Warren, als es um die Notwendigkeit ging, dass Kryptounternehmen die gleichen Anti-Geldwäsche-Vorschriften einhalten müssen wie traditionelle Finanzinstitute.

Warren, die für ihre kritische Haltung gegenüber dem Bankensektor bekannt ist, betonte die Bedeutung der nationalen Sicherheit und der Verhinderung, dass Terroristen, Drogenhändler und Schurkenstaaten Kryptowährungen für illegale Zwecke nutzen.

Sie forderte den Kongress auf, in dieser Hinsicht tätig zu werden.

Kryptowährungen machen weniger als 1% der illegalen Finanzen aus


Die Frage der illegalen Finanzaktivitäten im Bereich der Kryptowährungen ist ein umstrittenes Thema. Kritiker äußern häufig Bedenken über den potenziellen Missbrauch von Kryptowährungen und verweisen auf deren Verwendung für illegale Aktivitäten. Jüngste Analysen und Aussagen von Branchenexperten zeigen jedoch eine andere Perspektive. Andrzej Gwizdalski, Dozent an der University of Western Australia, hat das Ausmaß illegaler Aktivitäten im Vergleich zu traditionellen Fiat-Währungen beleuchtet.

Gwizdalski hat Daten aus seriösen Quellen wie den Vereinten Nationen, dem Weltwirtschaftsforum und dem Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis zusammengestellt, um illegale Aktivitäten in Kryptowährungen und traditionellen Fiat-Währungen zu vergleichen. Seine Ergebnisse zeigen, dass das Volumen der illegalen Aktivitäten in Kryptowährungen deutlich geringer ist als im traditionellen Finanzsystem.

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung schätzt, dass sich die weltweite Geldwäsche auf 2-5% des globalen BIP beläuft, was 800 Milliarden bis 2 Billionen Dollar entspricht und hauptsächlich in Fiat-Währungen erfolgt.

Darüber hinaus berichtet das Weltwirtschaftsforum, dass Korruption die Entwicklungsländer jährlich etwa 1,26 Billionen Dollar kostet, was die Verbreitung illegaler Aktivitäten innerhalb des traditionellen Finanzsystems verdeutlicht.

Diese Erkenntnisse von Branchenexperten unterstreichen die Bedeutung der Perspektive, wenn es um illegale Finanzaktivitäten geht.

Kryptowährungen werden zwar mit illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht, aber das Ausmaß dieser Aktivitäten verblasst im Vergleich zum traditionellen Papiergeldsystem.

Um eine wirksame Regulierung zu gewährleisten und illegale Aktivitäten zu verhindern, ist es wichtig, den breiteren Kontext zu berücksichtigen und die Herausforderungen innerhalb beider Systeme anzugehen.

“Die Perspektive ist entscheidend, wenn es um illegale Finanzaktivitäten geht. Traditionelle Fiatwährungen wie der USD sind laut UN, WEF und Chainalysis in geschätzte 3,2 Billionen Dollar an illegalen Aktivitäten pro Jahr verwickelt – mehr als das 100-fache der 20 Milliarden Dollar, die mit Kryptowährungen verbunden sind.”