Jahresendrallye für Kryptos? Darum muss man dieses Jahr anders handeln

Alle Jahre wieder warten Anleger sehnlichst auf die sogenannte Jahresendrallye, in welcher Kryptowährungen bestenfalls explodieren und neue All-Time-Highs erreichen. Während im letzten Jahr das Hoch der meisten Kryptos bereits im November erreicht wurde und die Jahresendrallye ausfiel, könnte sich dieses in 2022 wiederholen. Denn die aktuellen Vorzeichen sehen nicht unbedingt vorteilhaft für die Entwicklung der Kryptowährungen in den nächsten Wochen aus. Im folgenden Beitrag schauen wir uns einmal an, ob eine Jahresendrallye in 2022 wahrscheinlich ist und wie man sich aktuell am besten positioniert. 

Schwaches Sentiment für digitale Währungen

Der Monat September ist historisch schwach. Kryptowährungen haben in den meisten Jahren in der Vergangenheit zu dieser Jahreszeit korrigiert. Auch im September 2022 sind die Aussichten denkbar schlecht. Während ursprünglich der Ethereum-Merge als möglicher Game-Changer für den digitalen Währungsmarkt identifiziert wurde, kam es zu einem beachtlichen Sell-the-news. In der vergangenen Woche verlor ETH rund 14 %. Am Montagsanfang notierte ETH noch rund 200 US-Dollar höher.

Das negative Sentiment für Kryptowährungen lässt sich auch am Bitcoin Fear and Greed Index darstellen, der aktuell mit einem Wert von 23 im Bereich der extremen Angst notiert. Krypto-Anleger sehen die digitalen Coins durchaus skeptisch. Im letzten Monat lag der Wert mit 29 und einer Einstufung bei „Fear“ noch etwas höher. Die Lage hat sich somit nicht wirklich verbessert – im Gegenteil, sind die langfristigen Abwärtstrends bei den meisten Kryptos weiterhin intakt.

Makroökonomische Belastungsfaktoren für Kryptomarkt

Maßgeblich für die Kursentwicklung bei Kryptowährungen zeigten sich in den vergangenen Wochen zunehmend makroökonomische Faktoren, die den digitalen Währungsmarkt beeinflussten. Kryptos wie der Bitcoin können im Jahr 2022 noch keinen effektiven Hedge zu anderen Assetklassen bieten. Vielmehr sind es die folgenden Belastungsfaktoren, die eine Jahresendrallye tendenziell unwahrscheinlich machen.

Inflation könnte weiter ansteigen

Die Inflation notiert in den USA, Deutschland und Europa auf mehrjährigen Hochs. In den USA meldete man zuletzt nur geringfügige Rückgänge, sodass der Verbraucherpreisindex immer noch eine Inflationsrate von über 8 % angibt. Experten sehen durchaus die Gefahr, dass die Inflation weiter ansteigt und Ende des Jahres hierzulande zweistellige Werte erreicht.

Denn staatliche Unterstützung wie das Monatsticket für den ÖPNV oder pauschale Entlastungen drückten die Inflationsrate nach unten. Zugleich kommt aktuell eine Lohn-Preis-Spirale in Gang, die ebenfalls die Inflation weiter erhöhen könnte. Sofern die Inflation jedoch nicht kurzfristig nachlässt, sondern weiter steigt, dürfte der Kryptomarkt weiter korrigieren.

Zinsen bis auf 4 % in 2022

Die US-amerikanische Notenbank Fed ist aktuell schon äußerst hawkisch unterwegs. Im Vergleich zu ihrem europäischen Pendant agierte man aggressiv und drosselte die Geldpolitik beträchtlich. In wenigen Stunden wird am heutigen Mittwoch der nächste Fed Zinsentscheid folgen. Im Anschluss wird der Leitzinssatz in den USA bei über 3 % liegen. Bis zum Jahresende könnten die Zinsen sogar auf 4 % steigen. Weitere Zinsschritte werden die Märkte belasten – sowohl bei Aktien als auch Kryptos drohen weitere Abverkäufe.

Kommt die Rezession?

Rein technisch befindet sich die USA bereits seit geraumer Zeit in einer Rezession. Auch in Deutschland dürfte die Rezession in den nächsten Monaten technisch erreicht werden – zwar verweisen viele Experten noch auf die robusten Arbeitsmarktdaten. Nichtsdestotrotz könnte sich die Makroökonomik verschlechtern, wenn die Notenbanken die Zinsen zu schnell und zu drastisch steigern. Dann wäre die Gefahr steigender Arbeitslosenzahlen evident. Eine Rezession wirkt unausweichlich. Wenn dieses Szenario in den nächsten Wochen realer wird, dürfte der Kryptomarkt eher gen Süden tendieren. 

Starke Korrelation zwischen Aktien & Kryptos

Im Jahr 2022 war die Korrelation zwischen Aktien & Kryptos fast durchweg positiv. Zwar schwankte auch die Korrelationsrate deutlich. Dennoch zeigt die folgende Grafik eine positive Korrelation zwischen dem BTC und dem S&P 500. Während die meisten Analysten für den S&P 500 in 2022 eher Abwärtspotenzial sehen, dürfte dies auch für Kryptos gelten. Eine Jahresendrallye gehört aktuell nicht zum Repertoire der meisten Analysten. Doch gerade dies könnte auch die Chance auf eine Erholung bieten.

 

Jahresendrallye bei Kryptos? In der Breite unwahrscheinlich

Erneut scheint eine Jahresendrallye in der Breite eher unwahrscheinlich. Kryptowährungen dürften sich in den nächsten Wochen volatil verhalten und in Abhängigkeit von den makroökonomischen Daten entwickeln. Immer wieder wird es Erholungsversuche geben, die wahrscheinlich auch größtenteils wieder abverkauft werden. Zwar bietet dies für langfristige Krypto-Anleger Chancen – kurzfristig überwiegen jedoch die Risiken in 2022. 

Mit den besten Coins auch in 2022 eine positive Rendite erzielen 

Obgleich eine Jahresendrallye bei Kryptowährungen im Jahr 2022 Stand jetzt eher unwahrscheinlich ist, kann sich dies bei positiven Wirtschaftsdaten natürlich ändern. Zugleich dürfte viel Negatives in die Kurse der meisten Kryptos eingepreist sein. Dies macht eine schnelle Erholungsbewegung möglich. Wer eine positive Rendite in den verbleibenden drei Monaten im Jahr 2022 erzielen möchte, sollte jedoch tendenziell beim Coin-Picking auf einzelne Kryptos setzen und das kurzfristige Krypto-Portfolio stärker konzentrieren. 

Fünf Ideen für eine Outperformance des breiten Markts im Jahr 2022 gibt es hier: 

Tamadoge (TAMA): Tamadoge ist ein neuer Coin, der nach dem Presale auf den IDO wartet. Mit dem IDO und den ersten CEX-Listings könnte Tamadoge pumpen. Schließlich waren die Nachfrage im Presale und das Interesse in den sozialen Netzwerken in den vergangenen Wochen ausgesprochen hoch. Der Pump nach IDO könnte dafür sorgen, dass Tamadoge das Jahr 2022 positiv abschließt und besser als die meisten Kryptos performt.

Ethereum (ETH): Ethereum ist nach dem Merge charttechnisch angeschlagen. Mit einem ausgeprägten Sell-the-News gab es in den vergangenen Tagen eine eindeutige Underperformance des breiten Markts. Viel Negatives ist bei ETH eingepreist. Ob der langfristigen Potenziale wirkt ETH aktuell eher günstig bewertet. 

Chiliz (CHZ): Sport Fan Token sind wohl eines der spannendsten Segmente in der zweiten Jahreshälfte im Kryptomarkt. Als Basis-Investment unter den Fan Token ist der native Token der führenden Socios-Blockchain einen Blick wert. Chiliz könnte bis zum Jahresende das gute Momentum behalten und den Markt outperformen. . 

Cardano (ADA): Am morgigen Donnerstag steht bei Cardano das lang erwartete Vasil-Upgrade an. Ein derart ausgeprägtes Sell-the-News wie bei ETH scheint unwahrscheinlich. Vielmehr könnte sich Cardano als günstig bewertete Kryptowährung in den nächsten Wochen durchaus als Gewinner des letzten Quartals herauskristallisieren und bis Jahresende die Erholung vorantreiben. 

XRP (XRP): XRP schnitt bereits in den vergangenen Tagen besser als der breite Markt ab. In den nächsten Wochen könnte ein positives Gerichtsurteil im Streit mit der US-amerikanischen Börsenaufsicht folgen. Dann wäre der jahrelange Rechtsstreit mit der SEC zu Ende und XRP könnte sich schnell erholen.

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