Ist Bitcoin jetzt doch umweltfreundlich?

Georg Steiner
| 2 min read

Ein neuer Bericht der weltweit führenden Wirtschaftsprüfer KPMG legt nahe, dass die bisher Bitcoin zugeschriebene Umweltschädlichkeit nicht den Tatsachen entspricht. Die Experten kommen zum Schluss, dass die Kryptowährung sogar zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen könnte.

Umweltschutz Bitcoin

Der Bericht zeigt auf, dass Bitcoin der Umwelt mehr nutzen als schaden könnte. Diese Feststellung kommt überraschend, schließlich galten Kryptowährungen bisher als Klimakiller. Nicht wenig Politiker und Aktivisten forderten daher sogar ein Verbot von Bitcoin. Doch die neue Untersuchung könnte Bewegung in die Argumentation für Bitcoin bringen.

Innovationstreiber für die Entwicklung neuer Methoden zur Energiegewinnung

KPMG stellt jedenfalls fest, dass Bitcoin zu Unrecht einen schlechten Ruf hinsichtlich seiner Umweltverträglichkeit genießt. Als Hauptargument führen die Experten den „Hunger“ von Bitcoin nach billigem Strom an. Dieser ist schließlich eine Grundvoraussetzung für die Rentabilität von Minern. Die extreme Konkurrenz in dieser Branche treibt die Innovation bei der Gewinnung von Strom an. Ein Beispiel dafür wäre das Gas-Flaring, bei dem man das klimaschädliche Methan verbrenn, um Energie zu gewinnen.

KPMG sieht daher großes Potenzial für Bitcoin in den Bereichen „Environmental, Social und Governance“. Anhand dieser Kriterien bemessen beispielsweise Regierung und Unternehmen die Nachhaltigkeit.

Miner nutzen überschüssigen Strom

Bisher galt die Kryptowährung in der öffentlichen Diskussion als umweltschädlich. Organisationen wie Greenpeace nahmen diese sogar aktiv ins Visier. Als Argument diente bisher immer der hohe Energieverbrauch beim Minen. Dabei wird jedoch gerne übersehen, dass Miner oft auf überschüssigen Strom zurückgreifen, der im Netz zu Spitzenzeiten ohnehin keinen Platz mehr findet.

In dem neuen Bericht verweisen die Experten darauf, dass Bitcoin auf billigen Strom angewiesen ist. Das Minen ist grundsätzlich von jedem Standort aus möglich, wenn günstige Energie zur Verfügung steht. Kein Wunder also, dass sich diese Unternehmen dort ansiedeln, wo ein Überschuss an Wind- und Sonnenenergie zur Verfügung steht und auf Abnehmer wartet.

Das sollte auch neuen Projekten, wie Wall Street Memes, Auftrieb geben. Diese erhalten damit ein Argument, um ihre Kritiker zu besänftigen. In der Branche selbst ist dieses längst bekannt und wurde zumindest bisher immer wieder unbeachtet ins Treffen geführt. 

Weniger Energie als Tourismus und Viehzucht

Damit nicht genug, arbeiten die Wirtschaftsprüfer in ihrem Bericht heraus, dass beispielsweise der Tourismus, die Viehzucht oder die Textilindustrie deutlich mehr Energie verbrauchen als das Minen von Kryptowährungen. Laut der angeführten Statistik verbraucht auch der Abbau von Gold mehr Energie als sein digitales Äquivalent.

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