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Intelligentes Wohnen mit Blockchain und Energie-Flatrate

Von Redaktion
Intelligentes Wohnen mit Blockchain und Energie-Flatrate 0001

Urban Pioneers Community startet im VIERTEL ZWEI - BewohnerInnen entwickeln gemeinsam mit Wien Energie innovative Dienstleistungen

Blockchain mitten in Wien, Glasfaser-Verkabelung bis in die Wohnung, Energie-Flatrate für Pioniere. Im Stadtentwicklungsgebiet VIERTEL ZWEI forscht, testet und entwickelt Wien Energie in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der rund 300 Wohnungen, was das urbane Leben in der smarten Zukunft ausmachen wird.

„Im Projekt Urban Pioneers Community holen wir unsere Kundinnen und Kunden als Partner mit an Bord. Wir testen zum Beispiel innovative Energie-Tarife, die es so bisher noch nicht am Markt gibt – auch in Verbindung mit neuen Technologien wie Blockchain. Ideen, die sich hier vor Ort in der Praxis bewähren, könnten dann auch auf andere Wohnviertel oder gar flächendeckend ausgerollt werden“, so Michael Strebl, Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung. Was genau entwickelt werden wird, entscheiden die Bewohnerinnen und Bewohner. In Workshops, Befragungen und über andere Aktionen können sich alle Urban Pioneers einbringen.

„Der Community-Faktor ist uns ganz wichtig. Im VIERTEL ZWEI wollen wir den Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit geben, ihren Lebensraum nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Kernstück des Projekts ist deshalb die Customer Co-Creation. Für dieses Engagement gibt’s dann natürlich auch eine Belohnung – in Form von Bonuspunkten, den Urban Pioneer Points“, erklärt Sabine Müller, Geschäftsführerin der IC Development. Diese Bonuspunkte können anschließend für Services und Lokale im VIERTEL ZWEI eingelöst werden.

Urban Pioneers sind erste Wien Energie-Kunden mit Flat-Tarif
Konkret wird es bereits im Bereich Energie: Hier können die Urban Pioneers zwischen drei unterschiedlichen Tarif-Typen wählen, die an ihre individuellen Verbrauchsmuster und Vorlieben angepasst sind. Über eine Online-Plattform können die Bewohnerinnen und Bewohner jederzeit ihren Verbrauch und ihre Kosten einsehen und Tarif-Wechsel durchführen.

  • Für Marktorientierte: Der Tarif wird nach Marktpreis abgerechnet, die Bewohner können selbst jederzeit nachsehen, wie die Preise sind und ihren Energieverbrauch entsprechend anpassen.
  • Für Bequeme: Ein Flat-Tarif, also mit Fixpreis ohne verbrauchsabhängige Nachzahlungen
  • Für Planende: Ein Time-of-Use-Tarif, bei dem günstiger Strom außerhalb der Hauptverbrauchszeiten genutzt und dadurch individuell Einsparungen durch optimierten Energieeinsatz erreicht werden können.

Mobilität im Grätzl als erstes Workshop-Thema
Im ersten Workshop werden sich die Urban Pioneers mit dem Thema Mobilität beschäftigen: Welche Rahmenbedingungen brauchen die Bewohnerinnen und Bewohner um Sharing-Angebote zu nützen, wie könnte ein ideales Buchungssystem aussehen oder wollen die Urban Pioneers flexibel mit Segways durch das Viertel düsen. Diese und weitere Fragestellungen werden gemeinsam erarbeitet.
Versuchsreihen mit neuen Technologien wie Blockchain

„Das VIERTEL ZWEI ist für uns ideal, um mit neuen Technologien verschiedene Versuchsreihen zu starten – z.B. auch unter Einbeziehung von neuen Solarstrom-Modellen. Neben dem Smart Meter kann in Zukunft dabei auch die Blockchain eine wichtige Rolle bei der Optimierung des Stromverbrauchs bzw. der Abrechnung spielen“, so Strebl. Gemeinsam mit den österreichischen Digitalisierungsexperten RIDDLE&CODE soll im ersten Schritt die Energie-Infrastruktur im VIERTEL ZWEI mittels spezieller Hardware Blockchain-fähig gemacht werden.

Die Blockchain-Infrastruktur soll neue Geschäftsmodelle am Energiemarkt ermöglichen. Ein Beispiel: Eine E-Ladestation im VIERTEL ZWEI kann dann über ein Computerprotokoll auf der Blockchain und automatisierten Verträgen den Strom sowohl von Solaranlagen im VIERTEL ZWEI als auch vom Energiegroßhandel in Leipzig beziehen und weiter an das Elektroauto vermarkten bzw. dieses laden.

Dank der Ökostrom-Novelle ist das Thema Solarstrom im Wohnhaus für Wien Energie besonders von Interesse. Für MieterInnen und EigentümerInnen von Wohnungen wird es dadurch erstmals möglich, auf diese Form der erneuerbaren Energie aktiv zuzugreifen und den Ökostrom für die eigenen vier Wände zu nutzen. Bisher konnte man Solar-Energie im Mehrparteienhaus nur für Gemeinschaftsflächen (z.B. Beleuchtung im Stiegenhaus) verwenden. Der Strom, der mit der gemeinsamen Photovoltaikanlage am Hausdach erzeugt wird, wird dann auf die einzelnen Wohnungen aufgeteilt.

VIERTEL ZWEI: optimales Umfeld für Innovation
Mit VIERTEL ZWEI hat Wien Energie ein optimales Projekt-Umfeld gefunden. Der moderne, urbane Wohn- und Bürostandort in der Wiener Leopoldstadt lebt von kreativen, offenen Menschen, die ihr Umfeld aktiv mitgestalten wollen, ein hohes Bewusstsein für nachhaltiges Leben und Interesse an der Gemeinschaft haben. Konkret wendet sich das Projekt an die Bewohnerinnen und Bewohner der rund 300 Wohnungen, die ab Herbst 2017 bezogen wurden.

Seit dem Vorjahr laufen die Vorbereitungen für das gemeinsame Innovationsprojekt von Wien Energie und VIERTEL ZWEI, jetzt startet die interaktive Einbindung der Community vor Ort. Das Projekt ist langfristig auf eine Dauer von drei bis fünf Jahren angelegt.

Quelle: OTS.at

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