Hat PayPal mit seiner Kryptowährung mehr Erfolg als Facebook?

Georg Steiner
| 2 min read

Der Zahlungsdienstleister hat vor kurzem seinen eigenen Stablecoin angekündigt. Das erinnert ein wenig an die Bemühungen von Facebook, seine Kryptowährung Libra zu etablieren. Doch dieses Projekt scheiterte grandios. Wie ergeht es jetzt PayPal?

PayPal Kryptowährung

Beobachter gestehen PayPal zu, eine bessere Vorarbeit geleistet zu haben. Während sich Facebook einst auf seine Marktmacht verlassen hatte und den politischen Widerstand unterschätzt hatte, setzte der Zahlungsdienstleister auf umfangreiche Lobbyarbeit in Washington. Das bringt PayPal in eine gute Position und das vom Start weg.

Die Politik traut PayPal mehr zu als Facebook

Schon jetzt kann man Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin, über PayPal kaufen. Doch der digitale Zahlungspionier geht jetzt noch einen Schritt weiter und will selbst am Markt mitmischen. Der Zeitpunkt dafür erscheint günstig.

Seit dem Facebook-Projekt ist die Politik besser über Kryptowährungen und dabei vor allem über Stablecoins informiert. Diese sind zumeist an den Dollar gekoppelt und sollen so für Stabilität sorgen. PayPal könnte man mehr Kompetenz zutrauen als einst Facebook. Den Boden dafür hat das einst von Elon Musk mitgegründete Unternehmen aufbereitet.

Keine Konkurrenz für den Dollar

Laut der NGO OpenSecrets hat PayPal im letzten Jahr mehr als 1 Million Dollar für Lobbying-Arbeit ausgegeben. Das Partnerunternehmen Paxos Trust unterliegt der Finanzaufsicht von New York. Davon abgesehen zeigt PayPal keinerlei Absicht in den Bankensektor einzudringen und etablierten Währungen Konkurrenz zu machen. Das gilt als Beruhigungspille für die politischen Entscheider. 

Diese beobachten zumeist misstrauisch die Entwicklungen am Markt, der regelmäßig für Innovationen sorgt und neue Token auf den Weg bringt. Bestes Beispiel dafür ist Wall Street Memes, das schon mit dem Presale viele Ziele erreicht hatte. 

PayPal möchte nicht, wie einst Facebook, den Dollar ersetzen, sondern den Stablecoin, für den Handel mit Kryptowährungen, auf seiner eigenen Plattform nutzen. Doch nicht alle Politiker sind so positiv gestimmt. Wie so oft kommt jedoch, wenn es um Krypto geht, von den Demokraten im Kongress Gegenwind.

Die Demokraten haben Vorbehalte

Diese zeigen sich besorgt darüber, dass PayPal einen Stablecoin einführen möchte und das ohne staatliche Aufsicht der Bundesbehörden. Sie sehen den Schutz der Verbraucher und die Finanzstabilität gefährdet. Doch grundsätzlich sind die Behörden in den USA Kryptowährungen positiver eingestellt, wie noch vor einigen Jahren.

Die ehemalige Chefin der US-Notenbank Fed und jetzige Finanzministerin Janet Yellen sieht in Kryptowährungen keine systemische Bedrohung für das Finanzsystem. Die Befürchtungen, dass Bitcoin und Co. den Dollar verdrängen könnten, sind zurückgegangen.

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