Hat das Dauerfeuer der Kryptoszene die SEC bald weichgeklopft?

Georg Steiner
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Es scheint etwas in der Luft zu liegen. Immer mehr Experten gehen davon aus, dass die amerikanische Börsenaufsicht ihren Widerstand gegen einen Bitcoin-ETF aufgibt. Das könnte ein neues Kursfeuerwerk auslösen.

US-Börsenaufsicht SEC

Vor einigen Tagen schien der Bann bereits gebrochen zu sein. Als sich die später als voreilig verbreiteten Nachricht verbreitete, dass die SEC den BlackRock-Antrag auf Zulassung eines Bitcoin-ETFs genehmigen würde, schossen die Kurse nach oben. Doch die Freude war verfrüht, noch ist es nicht so weit.

Bröckelt der Widerstand?


Doch einen ersten, allerdings passiven, Schritt hat die SEC bereits gesetzt. Sie verzichtete auf eine Berufung nach einer Niederlage vor Gericht im Fall rund um einen Bitcoin-ETF. Das nährte die Spekulationen, dass die Börsenaufsicht ihren lange anhaltenden Widerstand beginnt aufzugeben. SEC-Boss Gary Gensler hält sich jedenfalls weiterhin bedeckt und verweist auf die Arbeit seiner Mitarbeiter, die diese in bewährter Form erledigen würden.

Die Kryptoszene hungert jedenfalls nach guten Nachrichten, die Zulassung eines Bitcoin-ETFs wäre jedenfalls genau das Richtige für jene, die auf steigende Kurse hoffen. Als sich in der Vorwoche das Gerücht verbreitete, die Zulassung für den BlackRock Fonds wäre genehmigt, stiegen die Kurse sofort.

Wer, wenn nicht BlackRock?


Schließlich galt und gilt BlackRock als der ideale Kandidat, um die SEC zum Umdenken zu bewegen. Der Investment-Gigant hat eine enorme Erfolgsquote in der Zulassung seiner ETF-Anträge und gilt als Garant für eine professionelle Abwicklung.

Auch deren Chef, Larry Fink, galt lange Zeit als entschiedener Gegner von Bitcoin. Doch angesichts der Entwicklung der letzten Jahre hat der mächtige BlackRock-Boss seine Meinung geändert und möchte jetzt sein Unternehmen an der Spitze der Bewegung positionieren. Sein Meinungsumschwung könnte auch die SEC und deren kritischen Vorsitzenden dazu bewegen, den Schritt zu wagen. Das würde das Kryptoverse als Ganzes beflügeln. Schließlich greifen hier noch immer regelmäßig Innovationen wie yPredict.ai Platz, die aktuelle Trends aufgreifen.

Transparenz und Professionalisierung auf dem Vormarsch

Mit dem Antrag von BlackRock zeigt sich jedenfalls, dass die anarchischen Tage der Bitcoiner vorbei sind. Die Mutter aller Kryptowährungen macht sich auf, um ein Geschäftsmodell, wie jedes andere zu werden. Der entscheidende Schritt dazu könnte die Genehmigung der SEC für den ETF-Antrag sein.

Diese sollte der Börsenaufsicht leichter gemacht werden als noch in der Vergangenheit. Schließlich hat die Regulierung der Kryptobranche massiv an Fahrt aufgenommen. Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind so weit gediehen, wie noch nie. Die Branche folgt immer öfter den Regeln der bestehenden Finanzmärkte und agiert professionell wie nie. Das wäre der ideale Zeitpunkt für den Einstieg eines Bitcoin-ETFs.