EU schrammt an einer Rezession vorbei

Georg Steiner
| 2 min read

Die Aussichten für das Jahr 2023 schienen zunächst schlecht zu sein. Die meisten Experten rechneten mit einer Rezession, doch aktuelle Prognosen legen nahe, dass die Wirtschaft in der EU noch einmal das Ruder herumreißen wird können.

Wirtschaftsabschwung

Eine Vorschau der EU-Kommission zeigt, dass die Wirtschaft 2023 nicht schrumpfen wird. Sie soll sogar leicht wachsen. Damit zeigt sich die Wirtschaft ein Jahr nach Beginn des Krieges in der Ukraine krisenfester als erwartet. Sie ist deutlich besser in das neue Jahr gestartet, als von vielen befürchtet.

Leichtes Wachstum erwartet

Daher geht die EU-Kommission davon aus, dass Europa in diesem Jahr ein leichtes Wachstum von 0,8 Prozent verzeichnen wird, im Euroraum sollen es sogar 0,9 Prozent werden. Noch vor wenigen Wochen hatte man eine Rezession und damit einen Rückgang erwartet. Dieses unerwartete Wachstum wird sich laut Ansicht der EU auch auf die Inflation für die Jahre 2023 und 2024 auswirken. Sie soll etwas zurückgehen.

Die Gründe für die unerwartete Entwicklung liegen in der Krisenfestigkeit der Wirtschaft, dem weiter anhaltend starken Arbeitsmarkt und in einem Rückgang der Energiepreise. Das hat dazu geführt, dass es im Herbst 2022 nicht zu einem übermäßigen Negativschock gekommen ist. Das Wirtschaftswachstum für die EU und den Euroraum dürfte daher für 2022 bei 3,5 Prozent zu liegen kommen.

Die Wirtschaft erweist sich als krisenresistent

Die Unternehmen haben es geschafft, ihre Abhängigkeit von russischem Gas schneller als erwartet zu reduzieren. Gleichzeitig konnte der Verbrauch gesenkt werden. Sämtliche Gasspeicher sind besser gefällt als in den Jahren zuvor. Gleichzeitig sind die Großhandelspreise für Gas gesunken. Daneben zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust. Die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie schon lange nicht, daher steigt die Zuversicht bei den Wirtschaftstreibenden an. Ein Rückgang der Konjunktur im ersten Quartal 2023 ist nicht in Sicht.

Doch all das bedeutet nicht, dass es keinen Gegenwind gäbe. Die Energiepreise sowohl für die Konsumenten als auch für die Wirtschaft sind weiter hoch. Die Kerninflation in Europa steigt weiter, das schwächt die Kaufkraft der Konsumenten. Die EZB wird daher voraussichtlich weiter an der Zinsschraube drehen, um die Konjunktur zu dämpfen.

Sinkt die Inflation 2024 tatsächlich auf 2,8 Prozent?

Das lässt auf ein leichtes Plus im Wirtschaftswachstum für 2023 und 2024 hoffen. Denn auch dann soll die Wirtschaft laut der Prognose um rund 1,5 Prozent anwachsen. Gleichzeitig sieht es derzeit so aus, als ob die Inflation ihren Höhepunkt überschritten hätte. Sie geht bereits seit drei Monaten zurück, auch wenn die Kerninflation keine Bewegung zeigt. Der Rückgang ist also auf Faktoren wie Energie zurückzuführen.

Nach dem Hoch von 9,2 Prozent sollte die Inflation in diesem Jahr also auf 6,4 Prozent zurückgehen und 2024 gar auf 2,8 Prozent sinken. Doch diesen Erwartungen sind nach wie vor mit Risiken behaftet. Sollte es international zu weiteren geopolitischen Spannungen kommen, dann könnte sich die aktuelle Prognose sehr schnell als obsolet erweisen.

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