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Ethereum Kurs Prognose: Krypto-Trader sagt Flippening voraus! Das spricht jetzt dafür

Daniel Robrecht
| 3 Lesezeit:

Ethereum wird aktuell bei 1.868 $ gehandelt. In der vergangenen Woche gab es damit zweistellige Kursverluste, nachdem Ethereum ein neues Verlaufshoch in 2023 oberhalb der 2.000 $ erreicht hatte. Aktuell dominieren kurzfristig die Bären. Doch der erwartete massive Abverkauf nach dem erfolgreich implementierten Shanghai-Upgrade blieb aus. Der Krypto-Influencer @cryptorover ruft nun das Flippening aus. Ethereum werde den Bitcoin bei der Market Cap überholen – doch bei der zeitlichen Komponente lässt sich der Trader ordentlich Spielraum. Denn er geht von einem Machtwechsel an der Spitze des digitalen Währungsmarkts vor 2040, also in den nächsten 17 Jahren, aus.

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Was ist das Flippening?

Das Flippening bezieht sich auf eine mögliche Zukunft des digitalen Währungsmarkts, in dem die Marktkapitalisierung von Ethereum die von Bitcoin übertrifft. Damit würde Ethereum die führende Kryptowährung sein und den Status quo drastisch verändern. Denn aktuell liegt die Marktdominanz des Bitcoins bei über 45 %. Obwohl derzeit Bitcoin die größere Marktkapitalisierung hat, gibt es viele Ethereum-Bullen, die glauben, dass das Flippening irgendwann in der Zukunft stattfinden wird.

Aktuell weist der Bitcoin übrigens eine Marktkapitalisierung von 531 Milliarden $ auf, während diese bei Ethereum bei 223 Milliarden $ liegt. BTC ist somit über 100 % stärker kapitalisiert als BTC. Aktuell besitzt Ethereum 42,1 % der Marktkapitalisierung des Bitcoins. Übrigens sehen wir mit Schwankungen im „Flippening Index“ seit Anfang 2021 eine Seitwärtsbewegung, die sich in einem historischen Mittel bewegt. 2019/2020 war Ethereum deutlich geringer kapitalisiert. Zwischen 2017 und 2018 gab es auch schon Marktphasen, in denen Ethereum dem Flippening näher war.

 Flippening Index

Das spricht für das Flippening: Ethereum überholt Bitcoin

Die Entwickleraktivität kann ein Hinweis auf die Vitalität und den Fortschritt einer Blockchain-Plattform sein. Wenn eine Blockchain-Plattform regelmäßig von einer großen Anzahl von Entwicklern unterstützt wird, spricht dies für Verbesserungen und Weiterentwicklungen.

Eine hohe Entwickleraktivität schafft eine Vielzahl von Tools und Ressourcen, die Entwicklern helfen können, Anwendungen auf der Plattform zu launchen. Demgegenüber ist eine niedrige Entwickleraktivität ggf. ein Hinweis, dass es Probleme mit der Plattform gibt oder nicht ausreichend Unterstützung.

Der Entwickler-Report aus 2022 sieht hier klare Vorteile bei Ethereum. Denn hier gab es als Nummer 1 5734 aktive Entwickler, während bei Bitcoin nur 920 Entwickler aktiv waren – wohl aber auch weniger Bedarf herrscht.

Durch die Implementierung des Merge und den Wechsel von PoW auf PoS hat Ethereum seine Energieeffizienz im Vergleich zu Bitcoin erheblich verbessert. Der Energiebedarf des Netzwerks wurde dadurch um 99,9 % reduziert. PoS ist eben energieeffizienter. Diese Verbesserung dürfte für Investoren, die sich zunehmend für Klimaschutz und Nachhaltigkeit interessieren, von Bedeutung sein.

Es ist unbestritten, dass Ethereum zahlreiche Anwendungsfälle rund um DeFi (dezentrale Finanzen), Smart Contracts und NFTs (Non-Fungible Tokens) bietet. Insbesondere im Bereich DeFi hat Ethereum eine Vorreiterrolle inne und bereits eine große Anzahl an Projekten und hervorgebracht, die auf der Plattform aufbauen. Die steigende Beliebtheit von NFTs könnten ebenfalls zu einer massiven Nachfrage nach Ethereum-basierten Lösungen führen. Allerdings kommt es hier entscheidend darauf an, ob und in welchem Umfang diese Anwendungsfälle tatsächlich eine starke Nachfrage generieren werden. Demgegenüber scheint das Wertversprechen des Bitcoins als Inflationsschutz, Mittel zur Wertaufbewahrung und langfristige Geldanlage offensichtlicher. 

Kommt es wirklich zum Flippening? 

Ethereum und Bitcoin referieren auf zwei vollständig unterschiedliche Konzepte und Anwendungsbereiche, sodass ein direkter Vergleich schwierig und mitunter auch wenig zielführend ist. Ob es zu einem Flippening kommt, wird davon abhängen, welche Kryptowährung in ihrem jeweiligen Segment eine stärkere Adoption erreicht. Auch der stark deflationäre Supply bei Ethereum bedeutet nicht unmittelbar steigende Kurse. Denn dafür bräuchte es eben auch die steigende Nachfrage.

Ein beliebtes Argument oder eher Marketing-Buzzword für Proof-of-Stake-Kryptowährungen ist die Energieeffizienz. Dennoch ist PoW nicht per se umweltschädlich, vielmehr kommt es auf die Herkunft der genutzten Energie an. Bitcoin hat weiterhin eine konkurrenzlose Position als reiner PoW Coin mit einer byzantinischen Fehlertoleranz nach Satoshi Nakamoto.

Die byzantinische Fehlerkonkurrenz von Bitcoin bezieht sich auf die Fähigkeit des Netzwerks, trotz einer geringen Anzahl von fehlerhaften Knotenpunkten zuverlässig und sicher zu funktionieren. Bitcoin ist dank Proof-of-Work-Konsensmechanismus in der Lage, diese byzantinische Fehlerkonkurrenz zu erreichen und somit ein hohes Maß an Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit zu bieten. 

Letztendlich sind der Kampf um den ersten Platz auf CoinMarketCap und die Diskussion darüber, welche Kryptowährung besser (wertvoller) ist, wenig zielführend. Denn Ethereum und Bitcoin sind vollkommen unterschiedliche Assets, die unterschiedliche Technologien nutzen, um unterschiedliche Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. 

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