Die Steuerschlinge um Krypto zieht sich in Europa immer weiter zu

Georg Steiner
| 2 min read

Portugal galt lange als Steuerparadies für Krypto-Gewinne, doch das wird sich jetzt ändern. Die Regierung hat vorgeschlagen, zukünftig eine Kapitalertragssteuer von 28 Prozent auf Krypto-Währungsgewinne einzuheben. Die Änderung soll ab 2023 in Kraft treten.

Damit hat die nächste Regierung in Europa erkannt, dass sie aus diesem Bereich weitere Steuermittel lukrieren kann. Portugal ist also gewillt, seine Steuerpolitik zu ändern und das auch auf die Gefahr hin, die Krypto-Industrie aus dem Land zu vertreiben. Die Steuerschlinge um Bitcoin und Co. zieht sich also weiter zu.

28 Prozent auf alle Gewinne innerhalb eines Jahres

Die neue 28 %-ige Kapitalertragssteuer soll jedoch nur dann fällig werden, wenn die Gewinne innerhalb eines Jahres nach dem ersten Erwerb der Kryptowährungen erzielt werden. Doch das ist noch nicht alles.

Zusätzlich möchte die portugiesische Regierung eine Steuer auf unentgeltliche Krypto-Transfers einheben. Diese soll 4 Prozent betragen und gleichzeitig mit neuen Stempelgebühren fällig werden. Wer seine Kryptowährungen zumindest ein Jahr behält und sie danach mit Gewinn verkauft, bleibt von der Kapitalertragssteuer in Höhe von 28 Prozent befreit.

Gleichstellung mit anderen Kapitalerträgen

Mit dieser Gesetzesänderung möchte Portugal die steuerliche Behandlung anderen Bereichen gleichstellen. So soll ein klarer Rahmen für Kryptowährungen entstehen, denn auch andere Kapitalerträge werden in Portugal mit 28 Prozent besteuert.

Kommt es zu dieser Umsetzung, dann fällt mit dem Land der nächste Dominostein. Bis vor kurzem wurden Kryptowährungen in einigen Ländern, wie Österreich und Portugal bevorzugt behandelt, das dürfte jetzt endgültig Geschichte sein.

Neuen Kryptoprojekten muss dies nicht unbedingt schaden. Wenn sie sich als nachhaltig erweisen, werden sie ohnehin länger gehalten werden.

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Das Land war bisher attraktiv für Krypto-Flüchtlinge

Portugal gilt seit Jahren als attraktives Land für Einwanderer, die niedrige Preis und flexible Visa schätzen. So soll das Land eine Zuwanderung von bis zu 40 Prozent allein in den letzten zehn Jahren erfahren haben. In Bitcoin Beach, in Meia Praia haben sich viele Krypto-Flüchtlinge zusammengefunden, die Steuern auf Krypto-Gewinne in ihren Heimatländern, wie Italien und Frankreich, vermeiden wollten. Sie trifft die geplante Gesetzesänderung besonders stark.

Noch ist die Umsetzung allerdings nicht sicher. Ein erster Entwurf wurde zu Beginn des Jahres vom Parlament in Portugal abgelehnt, damals konnte sich die Regierung nicht durchsetzen. Doch diese hat ihre Pläne offenbar nicht aufgegeben und unternimmt nun einen neuen Anlauf.

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