Die Fed macht Pause, die Aktienmärkte geben nach

Georg Steiner
| 2 min read

Wie erwartet belässt die US-Notenbank die Zinsen auf dem bestehenden Niveau. Das verdarb den Investoren an den US-Märkten die Stimmung.

Zinsen Dollar

Damit bleibt der US-Leitzins vorerst auf 5,25 bis 5,50 Prozent. So setzt man in den USA neuerlich auf eine Pause, nachdem diese bereits im Juni ausgerufen wurde. Im Juli folgte eine Anhebung um 0,25 Prozent, jetzt geht es wieder in den Ruhemodus. Ob damit der Gipfel bereits erreicht ist, bleibt offen.

Folgt dieses Jahr eine weitere Anhebung?

Denn die Währungshüter der USA haben gestern neuerlich signalisiert, dass sie, wenn nötig, zu weiteren Zinserhöhungen bereit sind. Aktuell liegen sie, wie auch in Europa, nur noch knapp unter dem Zinsgipfel, der 22 Jahre zurückliegt.

Dass die Situation ernst bleibt, zeigt die Einschätzung der Fed. Noch im Juni war sie davon ausgegangen, dass das Zinsniveau bis zum Ende des Jahres auf 4,6 Prozent sinken wird, jetzt rechnet man nur noch mit 5,1 Prozent.

Die Aktienmärkte zeigten sich enttäuscht

Das ist angesichts der neuerlich steigenden Inflation in den USA nicht verwunderlich. Dort zeigt die Kurve der allgemeinen Inflation wieder nach oben, jene der Kerninflation jedoch nach unten. Diese wackeligen Daten lassen eine Zinssenkung vorerst nicht zu, entsprechend enttäuscht zeigten sich die Märkte.

Der Dow Jones verlor seinen Tagesgewinn wieder und schloss mit einem leichten Minus von 0,22 Prozent. Der Nasdaq verlor deutlicher, schließlich gelten die Technologiewerte als deutlich zins-sensitiver als andere. Sie verloren fast 1,5 Prozent ihres Wertes. In Markterwartungen zeigte sich, dass jetzt deutlich mehr Investoren eine neuerliche Zinsanhebung in den USA erwarten als noch vor der Sitzung der Fed.

Hohe Zinsen drücken die Krypto-Erwartungen

Für die Aktienmärkte gilt sinngemäß ähnliches wie für Kryptowährungen. Wird eine Zinssenkung am Horizont sichtbar, dann investieren die Anleger verstärkt in Bitcoin und Co. Bei Stagnation oder Zinsanhebungen, fließt das Geld in sicherere Anlagen, wie Anleihen. Entsprechend rasselten gestern zunächst die Kurse nach unten. Das bringt auch für neue digitale Projekte, wie Launchpad XYZ, neue Herausforderungen an den Märkten mit sich.

Die letzten Entscheidungen der wesentlichen Notenbanken wie Fed und EZB zeigen, dass sich die Inflation deutlicher festgesetzt hat, als erwartet und erhofft. Die Prognosekurven für die Wirtschaft zeigten nach unten, während jene für den Leitzins unverändert hoch bleiben. Wer auf eine deutliche Erholung im nächsten Jahr gesetzt hatte, sieht sich vorerst enttäuscht.

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