Die Deutsche Post bringt ihre erste Krypto Briefmarke auf den Markt, ist das viel zu spät?

Georg Steiner
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Es gibt sie im deutschen Sprachraum bereits zahlreich, die Rede ist von Krypto Briefmarken oder Krypto Stamps. Jetzt, wo der Hype rund um NFT deutlich abgeflaut ist, steigt auch die Deutsche Post in den Markt mit ein.

Briefmarken

Der Zeitpunkt mutet etwas seltsam an. Nachdem laut einer aktuellen Studie, neun von zehn NFTs wertlos sind, möchte auch die Deutsche Post an dem ehemaligen Hype „mitnaschen“. Während die Österreichische Post bereits im Jahr 2019 vorpreschte und die erste Blockchain Briefmarke der Welt auf den Markt brachte, dauerte es in Deutschland mehr als vier Jahre, bevor sich auch die Deutsche Post zu diesem Schritt entschloss.

Start am 2. November


Jetzt soll es am 2. November dieses Jahres so weit sein. Dann beginnt die Welt des digitalen Sammelns. Die Serie soll die bekanntesten historischen Bauwerke des Landes zeigen, den Beginn macht das Brandenburger Tor.

Die deutsche Krypto Briefmarke kostet in der ersten Auflage 9,90 Euro im Vorverkauf. Die Käufer erhalten einen NFT, dieser wird dem Kunden zugeordnet und auf der Blockchain gespeichert. In dem Package ist allerdings auch eine Briefmarke auf Papier dabei, diese stellt einen Portowert von 1,60 Euro dar.

Damit ordnet sich die Deutsche Post in die Reihe neuer Projekte ein. Token, wie Bitcoin On BSC, drängen regelmäßig auf den Markt und finden Investoren, die an ihre Zukunft glauben. Das gilt sinngemäß auch für die Krypto-Stamps.

Auflage von einer Viertelmillion


Die Briefmarke mit dem Motiv des Brandenburger Tors ist in ihrer Auflage begrenzt und wird 250.000-mal herausgegeben. Die physische Variante wird es insgesamt 800.000-mal geben. Damit möchte man Briefmarkensammler animieren, ihr Hobby auch in digitaler Form fortzuführen.

In Österreich war einst die erste digitale Briefmarke ein großer Erfolg, daher wurde das Projekt fortgesetzt. Vor kurzem feierte man dort die einmillionste Krypto Briefmarke und verewigte diese in einer Skulptur. In einer innovativen Ausstellung präsentierte die Österreichische Post den Sammlern Innovationen rund um das Thema Briefmarke.

Die Skulptur des Wiener Künstlers Manuel W. Stepan ist eine Hommage an die NFT-Darstellungen der aktuellen Crypto Stamp 5.0. In Kombination mit einer Briefmarke hat sie einen eigenen NFT in der Blockchain.