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Deutschland erhöht die Kosten für Krypto-Firmen um 250.000 USD

Von Simon Chandler
Deutschland erhöht die Kosten für Krypto-Firmen um 250.000 USD 101
Source: iStock/HamidEbrahimi

Die neuen deutschen Kryptowährungsgesetze verbieten neuen Firmen den Kryptohandel, Verwahrungsdienste und die Ausgabe von Tokens einzuführen, so Experten.

Seit dem 1. Januar besagt das deutsche Kreditwesengesetz , dass Krypto-Vermögenswerte nun als Finanzinstrumente qualifiziert sind und dass Kryptobörsen und Verwahrstellen nun eine Lizenz der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) benötigen.
Was Berichte jedoch nicht festgestellt haben, ist, dass es für Unternehmen, die nach dem 1. Januar in Deutschland gegründet werden, nun illegal ist, Token auszugeben oder Verwahrungs- und Handelsdienstleistungen anzubieten.

"Seit 1. Januar müssen sie nun eine neue juristische Person gründen", erklärt Philipp Sandner, Professor an der Frankfurt School Blockchain Center. "Aber diese neue Rechtsperson wäre für die Verwahrung, den Handel und die Ausgabe illegal.

Mit anderen Worten, das neue Gesetz besagt, dass Unternehmen, die nach dem 1. Januar gegründet werden, eine BaFin-Lizenz benötigen, um diese Dienstleistungen anzubieten. Währenddessen profitieren Unternehmen, die vor dem 1. Januar 2020 gegründet wurden, von der "Bestandsschutzregelung" bis November 2020.

Wie Sandner und der in Deutschland ansässige Rechtsanwalt Dr. Johannes Blassl gegenüber Cryptonews.com erklärten, könnten die Kosten für den Erwerb einer BaFin-Lizenz für neue Unternehmensgründungen unerschwinglich sein.

"Für Unternehmen (seien es Start-ups oder größere Unternehmen wie Banken) verursacht die Lizenz Kosten von ca. 250.000 USD", sagen sie.

Nicht jedes Start-up wird diese Kosten tragen können. Die kleinen Start-ups könnten aus dem Markt gedrängt werden; die größeren und die etablierten Unternehmen werden wahrscheinlich die Lizenz beantragen"

Zu der Frage, warum die deutsche Regierung ein Gesetz einführen wollte, das Startups "vom Markt" verdrängen könnte, erklären Sandner und Blassl, dass die Regierung die gegenteilige Absicht im Auge hatte. Sie will die Einführung von Kryptowährung und Blockchaintechnologie fördern, anstatt den Sektor für unregulierte kleinere Unternehmen offen zu lassen.

Sie erklärten per E-Mail: "Dies führte zu einer 'Krypto-Lizenz', die (i) einige wackelige Startups aus dem Markt drängen wird, aber (ii) die soliden Unternehmen auf dem Markt (iii) so weit lässt, dass größere Unternehmen (Banken usw.) auf dieser 'Krypto-Lizenz' aufbauen können, da sie den Anlegerschutz erhöht (wie bei jeder Finanzmarktlizenz da draußen).

Daher sind die Ausgabe von Token, der Handel und die Verwahrung von Wertpapieren in Deutschland für einige kleinere Unternehmen ohne BaFin-Lizenz illegal. Das Endergebnis sollte jedoch darin bestehen, Krypto für institutionelle und private Anleger gleichermaßen zugänglicher zu machen.

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