Deutscher Fotokünstler blamiert Jury mit KI und lehnt Preis ab

Georg Steiner
| 2 min read

Der Künstler Boris Eldagsen hätte eigentlich jeden Grund, glücklich zu sein. Er wurde von einer Jury zum Sieger des Sony World Photography Awards gekürt, doch der Ausgezeichnete lehnte ab. Er hatte sein Bild mittels einer Künstlichen Intelligenz (KI) generiert und stellte jetzt fest: „KI ist keine Fotografie“.

Fotograf

Eldagsen rief dazu auf, mehr über die KI in der Kunst zu sprechen. Er sagte nach der Kür zum Gewinner des Wettbewerbs, dass er testen wollte, ob Wettbewerbe auf die Einreichung von Beiträgen vorbereitet seien, die mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Sein Sieg habe das Gegenteil bewiesen.

KI ist keine Fotografie?

Die Gratulationen waren also voreilig, der deutsche Fotokünstler blamierte die Jury mit seinem Foto kräftig.

 

Eldagsen ist der Ansicht, dass Fotografie und KI-Bilder nicht miteinander konkurrieren sollten. KI sei keine Fotografie. Daher wolle er die Auszeichnung nicht annehmen. Ein entsprechendes Statement findet sich auf seiner Webseite.

Die Jury hält an ihrer Entscheidung fest

Die Einhüllung, dass er bei der Erstellung seines Fotos „Hilfe erhalten“ hat, erfolgte erst nach der Bekanntgabe seines Sieges. Sein Werk sei als Experiment mit KI-Generatoren entstanden. Sein künstlerischer Schwerpunkt habe sich mehr und mehr auf die Erforschung der kreativen Möglichkeiten verlagert, die KI-Generatoren bieten.

Die Organisatoren des Wettbewerbs hielten jedoch an ihrer Wahl fest. Sie hatten schließlich keinen experimentellen Ansatz bei der Gestaltung der Beiträge ausgeschlossen und begrüßen die Weiterentwicklung in der künstlerischen Gestaltung. Sie sehen die Kriterien für diese kreative Kategorie erfüllt und halten weiter an ihrer Entscheidung fest.

Ist der Kampf bereits verloren?

Trotzdem haben sie den Preis aberkannt und begründen dies damit, dass der Preisträger die Auszeichnung abgelehnt haben und versucht habe, die Jury zu täuschen. Sie lehnen daher jede weitere Kommunikation mit Boris Eldagsen ab. Ein neuer Sieger in der kreativen Kategorie wird jedoch nicht benannt.

Der Fotograf hingegen sieht seinen Beitrag als Möglichkeit, offen über die Verwendung von KI in der künstlerischen Fotografie zu diskutieren. Er hofft, dass sich die Debatte jetzt weiter beschleunigt. Manche Künstler sehen sich jedoch bereits auf dem absteigenden Ast. Jason Allen, der ebenfalls ein KI-generiertes Werk bei einem Wettbewerb eingereicht hatte und damit den ersten Preis gewann, sieht den Kampf gegen die Maschine verloren. Seiner Meinung nach hat die Künstliche Intelligenz bereits gewonnen.

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