Das Finanzamt aus NRW nimmt Krypto-Kunden ins Visier

Georg Steiner
| 2 min read

Die Behörden in Europa und in Deutschland ziehen immer stärker die Schrauben an. Nach dem Ende der Anonymität für Krypto-Transaktionen in der EU gehen jetzt die Steuerbehörden verstärkt gegen die Nutzer von Kryptobörsen vor.

Finanzamt NRW

Dies gilt vorerst für Nordrhein-Westfalen. Dort nehmen sich die Finanzbehörden jetzt jener User vor, die Kunden von Kryptobörsen sind. Sie möchten herausfinden, wer Gewinne mit dem Handel von Coins gemacht hat, und diese möglicherweise in seiner Steuererklärung verschwiegen hat. Schließlich sind beim Handel mit Kryptowährungen hohe Gewinne möglich, davon möchte das Finanzamt seinen Teil abhaben.

Kryptogewinne sind in Deutschland steuerpflichtig

Schließlich hat der Bundesfinanzhof erst vor kurzem festgestellt, dass Kryptogewinne in Deutschland steuerpflichtig bleiben. Er wies damit eine Klage ab, die damit argumentierte, dass es sich bei Kryptowährungen nicht um Wirtschaftsgüter handeln würde. Die oberste Instanz in Steuerfragen war jedoch anderer Meinung und wies die Klage ab.

Es handelt sich um Veräußerungsgewinne, diese unterliegen damit der Einkommenssteuer. Die Spekulationsfrist von 1 Jahr gilt jedoch weiterhin, so lassen sich Steuerzahlungen vermeiden. Das gilt auch für den Einstieg in neue Coins wie Wall Street Meme, der bereits in seiner Vorverkaufsphase rund 6 Millionen Dollar eingesammelt hat. Wer langfristig investiert, kann so die Steuerpflicht umgehen.

Wer seine Gewinne bisher nicht angegeben hat, dem droht zumindest in Nordrhein-Westfalen Ungemach. Die Finanzbehörden ermitteln gegen zahlreiche Nutzer von Krypto-Plattformen und rechnen mit einer Schadenssumme in zweistelliger Millionenhöhe. Sie haben vor Gericht die Herausgaben der Daten von tausenden Kunden erstritten und werten diese jetzt aus.

Die Selbstanzeige vermeidet die Strafverfolgung

Dabei gleichen sie die Werte mit jenen aus den Steuererklärungen der Betroffenen ab, um herauszufinden, ob Gewinne verschleiert wurden. Damit nicht genug, gingen die Daten offenbar auch an andere Bundesländer.

Der zuständige Finanzminister aus NRW, Marcus Optendrenk von der CDU, wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass die Daten nicht anonym bleiben werden. Die Methoden der Steuerfahnder hätten sich deutlich weiterentwickelt. Sollte jemand seine Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen bisher nicht in seiner Steuererklärung angegeben haben, so habe er noch immer die Möglichkeit einer Selbstanzeige, um eine Strafverfolgung durch die Finanzbehörden zu vermeiden.

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