Brüssel startet Konsultation zum digitalen Euro, um das Feedback potenzieller Nutzer zu sammeln

Source: AdobeStock / Sandner.Bernhard

Inmitten einer Intensivierung der auf Kryptowährungen ausgerichteten Gesetzgebungsbemühungen der Europäischen Union hat die Europäische Kommission eine neue Konsultation zu ihrem Projekt einer digitalen Euro-Zentralbankwährung (CBDC) gestartet. Das Verfahren ermöglicht es interessierten Akteuren, die an der Gestaltung eines digitalen Euro mitwirken wollen, ihre Meinung in Brüssel zu äußern, wobei Datenschutzbedenken wahrscheinlich eines der wichtigsten Themen sein werden.

In dem Dokument erklärt die Kommission, dass die gesammelten Antworten auf ihr Konsultationspapier den EU-Entscheidungsträgern bei der Ausarbeitung eines förmlichen Vorschlags für den digitalen Euro eine wertvolle Hilfe sein werden. Die Stellungnahmen sollen bis zum 14. Juni 2022 eingereicht werden.

In dem Paper heißt es dazu,

"Die Einführung eines digitalen Euro zielt darauf ab, die Rolle des öffentlichen Geldes in einer digitalen Wirtschaft zu erhalten. Die Erhaltung der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Zentralbankgeld im digitalen Zeitalter ist der Schlüssel zum Schutz der Währungssouveränität und des bewährten zweistufigen Währungssystems, das auf der Konvertierbarkeit von regulierten/überwachten Geldformen in Zentralbankgeld beruht."

Darüber hinaus erkennt die Kommission an, dass die "öffentliche Konsultation der Europäischen Zentralbank zum digitalen Euro gezeigt hat, dass die künftigen Nutzer des digitalen Euro den Schutz der Privatsphäre als eines der wichtigsten Elemente ansehen."

Vor diesem Hintergrund erklärte Fabio Panetta, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, letzten Monat, dass im Hinblick auf den digitalen Euro "ein höheres Maß an Privatsphäre für Online- und Offline-Zahlungen mit geringem Wert in Betracht gezogen werden könnte".

Panetta sagte dies,

"Diese Zahlungen könnten vereinfachten AML/CFT-Kontrollen unterzogen werden, während Transaktionen mit höheren Beträgen weiterhin den Standardkontrollen unterliegen würden."

Die Kommission erklärte, dass die Konsultation durchgeführt wird, um weitere Informationen zu den folgenden Punkten zu sammeln:

  • Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzer in Bezug auf den digitalen Euro;
  • die Rolle des digitalen Euro im Massenzahlungsverkehr in der EU und in der digitalen Wirtschaft;
  • Bereitstellung des digitalen Euro für den Massenzahlungsverkehr unter Beibehaltung des Status des Euro-Bargelds als gesetzliches Zahlungsmittel;
  • die Auswirkungen des digitalen Euro auf den Finanzsektor und die Finanzstabilität in der EU;
  • die Anwendung der Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) und der Terrorismusfinanzierung (CTF);
  • Aspekte des Schutzes der Privatsphäre und des Datenschutzes durch den digitalen Euro;
  • internationaler Zahlungsverkehr mit dem digitalen Euro.

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