Bleiben die Bankpleiten Einzelfälle oder kommt der perfekte Sturm?

Georg Steiner
| 2 min read

Angesichts der Rettung der Credit Suisse und der Insolvenz der Silicon Valley Bank fragen sich viele Kunden besorgt, ob es sich um Einzelfälle handelt, oder ob bereits die nächste Systemkrise im Anmarsch ist.

Rettung im Meer

Als die letzte große Bankenkrise 2008 das Finanzsystem an seine Grenzen brachte, mehrten sich in Deutschland die Anzeichen, dass sich die Bankkunden aufmachen, ihren Konten leerzuräumen und ihr Geld in Sicherheit zu bringen.

Angela Merkel rückte einst zur Bankenrettung aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel sah sich dazu gezwungen, gemeinsam mit Finanzminister Peer Steinbrück, vor die Presse zu treten. Damals formulierte sie ein Statement, das in die Geschichte eingegangen ist:

Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.

Obwohl falsch, weil faktisch nicht umsetzbar, erzielte die starke Ansage die gewünschte Wirkung. Die Sparer zeigten sich beruhigt, der Bank Run war abgesagt. Doch zuletzt mehrten sich wieder die Anzeichen, dass Politik und Wirtschaft beginnen nervös zu werden.

Zahlreiche Risikofaktoren schlummern in den Bilanzen

So garantierten die USA alle Einlagen der Silicon Valley Bank und sprengten damit die eigenen Grenzen von 250.000, die von der amerikanischen Einlagensicherung im Falle einer Bankenpleite vorgesehen sind. Die Bankenaufseher der EZB forderten zuletzt mehr Transparenz bei Kreditausfallversicherungen. Deren Preise gelten als gute Referenz, wenn Banken in Schwierigkeiten geraten und zeigen an, wann es eng zu werden droht.

Experten sehen bereits das nächste Gefahrenpotential am Horizont. Den US-Banken droht eine Krise bei Gewerbeimmobilien. Würde dieses Risiko schlagend werden, wären vor allem Regionalbanken betroffen. Schon denkt die US-Einlagensicherung über eine neue Sondersteuer für Großbanken nach, die das System finanziell weiter stützen soll.

China vergibt Rettungskredite

Auch in China sind die Geldinstitute von der Krise betroffen. Sie verzeichnen immer öfter Ausfälle von Krediten, die an Schuldnerländer vergeben wurden. China arbeitet schon seit Jahren am Aufbau einer neuen Seidenstraße und hat zahlreiche Länder für deren Kooperation großzügig mit Krediten versorgt. Doch viele können diese nicht mehr bedienen. Die Lösung sind Rettungskredite, mit denen die alten Kredite bedient werden. So verschiebt China im Moment das Problem zeitlich nach hinten.

Buchverluste in den Bilanzen der Banken stellen so lange kein Problem dar, bis sie realisiert werden. Anleihen kann man an das Ende der Laufzeit verschieben, doch wenn die Kunden das Vertrauen in die Bank verlieren, ist plötzlich sehr viel Liquidität vonnöten. Dann werden aus Buchverlusten echte Verluste, wenn das Geldinstitut gezwungen ist, seine Assets zu verkaufen, um Liquidität bereitstellen zu können.

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