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Bitcoin stürzt nach südkoreanischem Börsen-Hack ab

Von Tim AlperFredrik Vold
Bitcoin stürzt nach südkoreanischem Börsen-Hack ab 101
Source: iStock/Sitade

Der Preis für Bitcoin ist am Sonntag und frühen Montagmorgen stark gefallen, nachdem Coinrail, Südkoreas siebtgrößte Börse, sagte, dass sie gehackt wurde, möglicherweise in Höhe von über USD 37,3 Millionen.

Nach Angaben von Coinbase fiel Bitcoin um 10% auf rund USD 6.770 - der niedrigste Stand für die Kryptowährung seit dem 12. April. Am Montagmorgen bewegte sich der Kurs noch unter der Marke von 6.800 US-Dollar, nachdem er in den frühen Morgenstunden des asiatischen Handels leicht gestiegen war.

Der Ausverkauf am Sonntag folgte Nachrichtenberichten über einen Hack bei Coinrail. Die Börse sagte, dass sie am 10. Juni Opfer eines "Dawn Raid" auf ihre Wallets wurde, wobei Hacker bis zu 40 Minuten lang auf ihrem System aktiv waren, wo sie auf Pundi X (NPXS), Aston (ATX) und NPER-Fonds zugreifen konnten. In einigen Medienberichten wird behauptet, dass auch die Tron-Fonds betroffen waren und dass der Gesamtverlust USD 40 Millionen übersteigen könnte, aber das Unternehmen hat noch keine Bestätigung herausgegeben.

Das Unternehmen, das nach Handelsvolumen das siebtgrößte des Landes ist, sagt, dass es alle Operationen eingestellt hat und 70% der Gelder seiner Kunden gesichert hat. Coinrail teilte auch mit, dass es rund 66% der gehackten Mittel "eingefroren oder zurückgeholt" hat und erklärte, dass alle seine Vermögenswerte jetzt in einer cold Wallet sind, wo sie bleiben, bis das Netzwerk des Unternehmens "stabilisiert wurde".

In einer Firmenmitteilung sagte Coinrail auch, dass es in enger Zusammenarbeit mit der Polizei arbeite. Während die meisten Medien in Südkorea behaupten, dass mehr als 37 Millionen Dollar erbeutet wurden, kann Coinrail derzeit diese Schätzungen weder bestätigen noch leugnen, und zwar mit der Begründung: "Das genaue Ausmaß des Schadens wird derzeit berechnet, und das kann einige Zeit dauern."

Das Unternehmen sagte, dass es nicht in der Lage war, viele der Details des Hacks zu enthüllen, da dies "die polizeilichen Ermittlungen stören könnte", fügte aber hinzu, dass es sich in engen Gesprächen mit den Entwicklern der Coins befinde.

Joongang Ilbo weist darauf hin, dass Coinrail in diesem Jahr mit der Fair Trade Commission wegen Klauseln in ihren Geschäftsbedingungen in Schwierigkeiten geraten sei, die das Unternehmen im Falle eines "Schadens" von der Schuld freizusprechen schienen. Wie bereits auf Cryptonews.com berichtet, wurden im April insgesamt 12 Börsen (darunter Coinrail) zu angewiesen wesentliche Änderungen an den "unfairen" Kundenrichtlinien vorzunehmen.

Die FTC behauptete, dass die Umtauschbedingungen "sie bei Verlust oder Diebstahl von Kundengeldern nicht von der Haftung befreiten".

Exchange-Hackings sind in den letzten Jahren zu einem wichtigen Thema für den Kryptowährungsmarkt geworden und erschüttern den Markt jedes Mal, wenn sie auftreten. Es wird geschätzt, dass seit 2014 Hackings an Börsen Investoren mindestens 1,4 Milliarden US-Dollar gekostet haben.

FTC untersucht Bitcoin-Preismanipulation

Andere Kryptowährungen wie Ethereum, Ripple XRP und Bitcoin Cash gingen am Sonntag um mehr als 11 Prozent zurück.

Der starke Rückgang der Krypto-Preise am Sonntag folgte auch der Nachricht, dass die US-Regulierungsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eine Untersuchung über mögliche Kursmanipulationen an vier großen Kryptowährungsbörsen eingeleitet hat: Bitstamp, Coinbase, itBit und Kraken.

Nachrichtenberichten zufolge hat die CFTC die Börsen aufgefordert, sensible Handelsdaten zu übergeben, um bei der Untersuchung zu helfen.

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