Binance expandiert weiter und schafft teilweise die Gebühren ab

Georg Steiner
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Die Kryptobörse Binance bleibt auf Expansionskurs und hat nun verstärkt Europa ins Visier genommen. Nach der Gründung einer Niederlassung in der Schweiz, hat das Unternehmen jetzt auch eine Lizenz für Spanien erhalten. Damit nicht genug, sorgte der Binance-Gründer vor einigen Tagen mit einer Umfrage und der Abschaffung von Gebühren für Aufsehen.

Vor wenigen Wochen gründete Binance zunächst eine Niederlassung in Zug, in der Schweiz. Das Krypto Valley kann sich daher über einen prominenten Neuzugang freuen. Als nächsten Schritt hat Binance angekündigt, sich um alle notwendigen Genehmigungen kümmern. 

Laut dem Handelsregister plant Binance in der Schweiz mit digitalen Vermögenswerten zu handeln. Damit verfolgt die größte Kryptobörse der Welt weiter ihren Expansionskurs in Europa. Denn zuletzt gründete man auch in Österreich eine Niederlassung.

Drittes großes Land in Europa

Auch in Spanien kann die Kryptobörse jetzt über eine Tochterfirma ihre Leistungen anbieten. Die dazu notwendige Lizenz ist erteilt. Damit reiht sich Spanien hinter Frankreich und Italien als drittes Land ein, in dem die Binance bereits voll operationsfähig ist.

Doch Binance-Gründer Changpeng Zhao will offenbar noch mehr. Vor wenigen Tagen erregt ein Tweet von ihm Aufsehen. Darin rief er seine Follower dazu auf, über eine wichtige Frage abzustimmen. Er wollte wissen, ob die Kunden von Binance den Wegfall von Handelsgebühren auf der Plattform begrüßen würden.

Dieser Schritt würde zwar einige Probleme nach sich ziehen, doch trotzdem stimmen aktuell rund zwei Drittel der Befragten dem Vorschlag zu. Zhao ist dafür bekannt, Innovationen nach den Wünschen seiner Kunden auszurichten. Handelsgebühren sind ein wichtiges Kriterium, nach dem viele Anleger ihre Kryptobörse aussuchen. Binance ist schon bisher für niedrige Gebühren bekannt, die Abschaffung könnte also der Börse zugutekommen.

Entscheiden die Kunden?

Doch gleichzeitig würde dieser Schritt das Wash Trading begünstigen. Dabei handelt es sich um das gleichzeitige Kaufen und Verkaufen von Kryptowährungen. So erhöht man künstlich das Handelsvolumen und spiegelt hohes Interesse an einem Asset vor. Diese Marktmanipulation würde gleichzeitig den Ausführenden schneller den VIP-Status von Binance verschaffen, der Vorteile für die Trader vorsieht.

Der Binance-Gründer ist sich dessen bewusst, möchte jedoch auf seine User hören. Sollte sich Binance tatsächlich zu einer Abschaffung der Handelsgebühren durchringen, könnte dies andere Kryptobörsen unter Druck bringen.

Vorerst keine Gebühren für Bitcoin und Stablecoins

Einen ersten Schritt dazu hat Binance allerdings bereits gesetzt. In einer Mitteilung kündigte das Unternehmen an, bis auf weiteres auf bei bestimmten Handelspaaren mit Bitcoin zu verzichten. Dabei handelt es sich um die Handelspaare mit Dollar und Euro, sowie mit einigen Stablecoins. Damit feiert Binance sein 5-Jahres-Jubiläum. Gut möglich, dass weitere Gebührensenkungen folgen werden.