Binance-CEO bullish: The Merge war okay – aber „weltbewegend“ wird für Ethereum erst dieses neue Upgrade

 „The Merge“ ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nun verrät Binance-CEO Changpeng „CZ“ Zhao in einem neuen Interview, welches kommende Ethereum-Upgrade wirklich „weltbewegende“ Auswirkungen für die Smart-Contract-Plattform haben wird.

CZ: Dieses Upgrade wird „weltbewegend“ sein für Ethereum

Binance-CEO Changpeng „CZ“ Zhao hat sich in einem neuen Interview dazu geäußert, was er von Ethereum und The Merge hält – und was passieren muss, damit die führende Smart-Contract-Plattform eine „weltbewegende“ Veränderung erfährt.

Mit „The Merge“ waren zahlreiche Hoffnungen verbunden: Der ETH-Kurs sollte explodieren, Ethereum schneller werden, außerdem sicherer und umweltfreundlicher.

Lange war von „Ethereum 2.0“ die Rede – von einem neuen, moderneren Ethereum, das gut positioniert ist, langfristig an Bitcoin vorbeizuziehen.

Dann kam The Merge – und das Ethereum-Ökosystem wurde von der Marktrealität eingeholt. Kein Bull-Run durch The Merge – im Gegenteil: Der ETH-Kurs fällt auf sämtlichen Zeitrahmen. Und das massiv.

Der ETH-Kurs hat es derzeit schwer. Bild: Coinmarketcap.com

-19% auf Wochenbasis, -18% auf Monatsbasis, -57% Verlust im letzten Jahr. Aktuell tradet ETH bei 1.329 Dollar und wirkt schwach genug, auch diese Unterstützung verlorenzugeben.

Nichtsdestotrotz sagt Zhao: Die Umstellung auf PoS sei „sehr wichtig“ gewesen. Es handele sich allerdings nicht um eine „weltbewegende Veränderung“. Es gäbe andere Blockchains, die auf Proof-of-Stake laufen und mit Staking arbeiten. CZ:

„All das ist wichtig, aber es ist nicht weltbewegend.“

Binance-Boss: Das muss mit Ethereum jetzt passieren

The Merge sei zwar „Fortschritt in die richtige Richtung“ – aber nicht ausreichend genug. Der Binance-Boss dürfte vielen Nutzern mit seiner Light-Kritik aus der Seele sprechen, sagt:

„Weltbewegend wird es wohl erst, wenn die Gebühren sinken, wenn das Sharding einsetzt und wenn sie mit dem Sharding live gehen können. Das ist ein viel schwieriger zu lösendes Problem.“

Hintergrund Sharding: Unter Sharding versteht man ein mehrstufiges Upgrade, das Ethereums Skalierbarkeit verbessern soll. Sharding sorgt für eine sichere Verteilung der Datenspeicheranforderungen. Dadurch werden Rollups noch billiger, zudem sind die Knoten (Nodes) einfacher zu betreiben.

Im gleichen Atemzug wehrt sich der Krypto-Milliardär gegen Behauptungen, Bitcoin und sein Proof-of-Work-Konsensmechanismus (PoW) seien schädlich für die Umwelt. Proof of Work sei „in Ordnung“, so CZ.

Dass Bitcoin nicht energieeffizient sei oder zu viel Energie verbrauche – das sei „komplette Fehlinformation“ und basierend auf „Missverständnissen“. Der Krypto-Unternehmer geht sogar so weit und sagt: Es gibt nichts effizienteres als Bitcoin. 

Banken würden viel mehr Energie allein für Strom verbrauchen, müssten dann „all diese Gebäude, all diese Lastwagen, die Gold transportieren, oder das Sicherheitspersonal unterhalten“. Das Fazit des beliebten Branchenbeobachters:

„Wenn man versucht, die Energiemengen zu messen, die Banken verbrauchen, die Gebäude in den Innenstädten, um ein Billionen-Dollar-Vermögen zu verwalten, dann gibt es keinen anderen effizienteren Weg [als Bitcoin, Anm. d. Red.].“

Hier findest du das vollständige Interview von Changpeng Zhao mit Crypto Banter (auf englisch).